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Cyberjack POS im Test – das EC-Kartenlesegerät nur für Girocard

Von Paul Berg|2018-11-30T09:53:25+00:0018. September 2018|Tags: |
Unsere Wertung(3.5/5)
Ein Kartenlesegerät ausschließlich für EC-Karten (Girocard) mit niedrigen Transaktionsgebühren.
Der Cyberjack POS ist die Antwort auf die Dominanz der EC-Karten (Girocards) in Deutschland. Fast jeder in diesem Land besitzt eine Girocard und zahlt lieber damit als mit einer Kreditkarte. Beim Cyberjack POS fallen nur 0,85 % Transaktionsgebühren an – kein Mindestumsatz nötig und keine Mindestvertragslaufzeit vorgeschrieben.
  • Vorteile: keine Fixkosten; Transaktionsgebühren einmal im Monat zu zahlen.
  • Nachteile: hoher Anschaffungspreis für das Gerät; keine Akzeptanz von Kreditkarten und internationalen Debitkarten; keine Kontaktlos-Zahlung möglich.
  • Kaufen wenn: Sie vor allem Kunden aus Deutschland haben und damit nicht auf die Annahme von Kreditkarten angewiesen sind.

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Den besten Preis für das EC Cash Terminal finden Sie bei Amazon: 119,99 € inkl. MwSt. (direkt beim Hersteller Reiner SCT zahlt man 139,90 € inkl. MwSt.).

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Wie funktioniert der Cyberjack POS?

Der Kartenleser Cyberjack POS der Firma Reiner SCT aus Deutschland funktioniert in Verbindung mit einem Smartphone oder einem Tablet. Dazu muss man die kostenlose Bezahl-App von Reiner SCT aus dem Google Play Store (Android) oder dem App Store (iOS) herunterladen und über Bluetooth das Smartphone oder Tablet mit dem Kartenlesegerät verbinden.

Der Cyberjack POS kann lediglich EC-Karten (Girocards) lesen und zwar solche mit einem Chip. Die Kontaktlos-Funktion des Kartenlesers ist jedoch nicht freigeschaltet. Die Bezahl-Annahme funktioniert so: den Betrag in die App eingeben, Girocard ins Kartenlesegerät einstecken und den Kunden um die Eingabe seiner PIN bitten. Das Smartphone oder Tablet muss dabei mit dem Internet verbunden sein, damit die Zahlung autorisiert werden kann.

Der Akku reicht für ungefähr 60 Transaktionen. Der Hersteller Reiner SCT warnt jedoch davor, den Akku ganz aufzubrauchen, da sonst die Löschung der elektronischen Schlüssel erfolgen könnte, was den Kartenleser unbrauchbar machen würde.

Das Gerät kann online bei Reiner SCT bestellt werden. Käufer müssen hier allerdings Geduld haben, da der Cyberjack POS erst nach 10 Tagen versandfertig ist und dann noch 1-2 Tage Lieferzeit dazu kommt. Bestellungen bei anderen Händlern bergen die Gefahr, dass das betreffende Gerät zu lange gelagert wurde, der Akku dadurch leer und die nötigen elektronischen Schlüssel gelöscht sind.

Technische Übersicht zum Cyberjack POS

  • Abmessungen: 10,3 cm x 7,1 cm x 1 cm
  • Gewicht: 68 g
  • Systemanforderungen der App: Android 5.1 oder höher, iOS 11.0 oder höher
  • Gerätekompatibilität der App: Smartphones und Tablets mit Bluetooth 4.x LE und Internetverbindung
  • Kopplung des Lesegerätes mit dem Smartphone: Bluetooth
  • Kartenlese-Funktion: Chip
  • Akkulaufzeit: circa 60 Transaktionen
  • Aufladung des Kartenlesers: USB-Anschluss vom Computer oder über USB-Steckdosen-Adapter
  • Export der Transaktionsdaten: Teilen des Kassenschnitts als PDF möglich

Kosten und Gebühren

Der reguläre Preis des Cyberjack POS beträgt 139,90 € (inkl. MwSt.). Damit ist das appbasierte Kartenlesegerät von Reiner SCT wesentlich teurer als vergleichbare Geräte der Konkurrenz.

Die Transaktionsgebühren für EC-Kartenzahlungen betragen 0,85 % des Transaktionsbetrages und sind damit 0,1 Prozentpunkt günstiger als bei der Konkurrenz.

Reiner SCT verlangt weder einen Mindestumsatz noch eine Mindestvertragslaufzeit noch Grundgebühren.

Die Auszahlung der Karten-Einnahmen erfolgt innerhalb von 2-3 Tagen. Die darauf erhobenen Transaktions-Gebühren werden immer für einen ganzen Monat abgerechnet, werden also nicht sofort mit den Einnahmen verrechnet, wie man es etwa von SumUp kennt.

Was kann die Zahlungs-App?

Die kostenlose App, die man für die Nutzung des Cyberjack POS benötigt, ist sowohl für Android- als auch iOS-Geräte verfügbar. Die Bedienung der App erfolgt intuitiv.

Neben der Zahlungsabwicklung verfügt die App insbesondere über folgende Funktionen:

  • Kassenschnitt-Möglichkeit
  • Export des Kassenschnitts per PDF
  • Auswertungs-Funktion
  • Trinkgeld-Funktion

Zahlungsbelege können direkt über den Drucken-Button in der App mit einem kompatiblen Bluetooth-Drucker ausgedruckt werden. Der Ausdruck auf anderen Druckern ist nur durch kompliziertes Umwandeln des Beleges in eine PDF möglich. Ein direktes Verschicken von Belegen per SMS oder E-Mail ist nicht möglich.

Der Hersteller Reiner SCT gewährleistet nicht die GoBD-Konformität seiner appbasierten Kassenlösung.

Die Zahlungs-App wurde bislang nur zwischen 500 bis 1000 mal aus dem Google Play Store heraus installiert; ist also nicht sehr weit verbreitet.

Für wen eignet sich das reine EC-Kartenlesegerät?

Der Cyberjack POS kann für kleine Gewerbetreibende und Selbständige interessant sein, solange die Kunden vor allem aus Deutschland kommen. Ausländische Kunden zahlen oft mit Kreditkarte, die der reine Girocard-Leser nicht annehmen kann.

Immer mehr Verbraucher erwarten außerdem, kontaktlos mit ihrer Karte zahlen zu können. Da Reiner SCT die Kontaktlos-Funktion seines Cyberjack POS noch nicht freigeschaltet hat, entspricht das Gerät nicht den aktuellen Zahlungsgewohnheiten der Kunden.

Fazit

Obwohl man beim Cyberjack POS im Vergleich zu führenden Anbietern 0,1 Prozentpunkt bei den Transaktionsgebühren spart, kann der Cyberjack nicht mit den Geräten der Konkurrenz-Unternehmen wie etwa SumUp mithalten. Auf dem Markt für appbasierte Kartenlesegeräte gehört es zum Standard, neben Debitkarten auch Kreditkarten zu akzeptieren, Kontaktlos-Zahlungen zu ermöglichen und Belege direkt per E-Mail versenden zu können. All diese grundlegenden Services und Funktionen fehlen beim Cyberjack POS.

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