Sie schwanken zwischen Flatpay und SumUp?
Beide Fintechs bieten bankenunabhängige Kartenterminals sowie Kassensoftware und Kassenhardware an.
Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zwischen beiden Angeboten – sowohl beim Leistungsumfang als auch bei der Preisgestaltung.
Die nachstehenden Preise für die Kartenterminals enthalten bereits die aktuellen Rabattaktionen, die unter Umständen exklusiv über Mobile Transaction verfügbar sind:
|
||
|---|---|---|
![]() |
![]() |
|
| Kartenterminals | 1 Kartenterminal (Android) | 3 Kartenterminals: Solo, Solo Lite und Terminal (Android) |
| Preise | Kartenterminal kostenlos bereitgestellt (an Mindestumsatz gebunden). Kaution von 500 € | Kauf: 31 € zzgl. MwSt. bis 152 € zzgl. MwSt. |
| Angebot | ||
| Transaktionsgebühren | 1,39 % (1,79 % mit der Kassensoftware) | 1,39 % für alle Karten (oder 0,79–1,39 % + Abonnement für 19,00 € zzgl. MwSt.) |
| Auszahlung der Umsätze | Auf Ihr Bankkonto: 1 Werktag | Auf das SumUp-Konto: am Folgetag bis 7 Uhr (auch am Wochenende). Auf Ihr Bankkonto: 1–3 Werktage |
| Vertrieb und Support | Flatpay kommt direkt zu Ihnen in Ihr Geschäft | Ausschließlich online |
| Mindestumsatz | 5.000 € | Keiner |
| Vertragslaufzeit | 36 Monate | Keine |
| Online-Verkauf | Nein | Ja |
Dieser Betrag von 5.000 € ist zwar nicht offiziell, entspricht nach unseren Informationen jedoch dem Kundenprofil, das Flatpay anvisiert; Dieser Hinweis hilft Ihnen, eine mögliche Ablehnung zu vermeiden.
Berücksichtigt man zudem die 36-monatige Vertragslaufzeit bei Flatpay, lässt sich bereits schlussfolgern, dass Händler mit geringeren Umsätzen sowie Einsteiger bei SumUp besser aufgehoben sind.
Flatpay richtet sich vor allem an etablierte Einzelhändler, die eine Alternative zum Angebot der klassischen Banken suchen.
Inhaltsverzeichnis
Die beiden Angebote im Überblick
Karten und Gebühren
Kartenterminals
Kassensysteme
Anmeldung
Fazit
Es gilt zu beachten, dass Flatpay ein dänisches Unternehmen ist, das 2022 gegründet wurde, während SumUp ein britisches Unternehmen ist, das ursprünglich 2012 in Berlin gegründet wurde.
SumUp unterhält nach wie vor einen Standort in Berlin, ist auf dem deutschen Markt zu Hause und bietet hierzulande besonders wettbewerbsfähige Konditionen.
SumUp kann günstiger sein, doch Flatpay punktet mit persönlicher Betreuung vor Ort. Flatpay übernimmt nämlich die Installation und Schulung direkt bei Ihnen im Geschäft. So müssen Sie sich nicht selbst um technische Fragen kümmern und können sich voll und ganz auf Ihr Geschäft konzentrieren.
Die Angebote von Flatpay und SumUp
Wir haben bereits weiter oben erwähnt, dass Flatpay eine Alternative zu den klassischen Banken darstellt; wir denken dabei beispielsweise an die Sparkassen oder Volksbanken und deren Kassensysteme, die aus einem Kartenterminal und einer Kassensoftware bestehen.
Das Angebot von SumUp ist breiter gefächert: Es handelt sich um ein komplettes Ökosystem, um Zahlungen auf jede erdenkliche Art und Weise anzunehmen.
| Flatpay | SumUp | |
|---|---|---|
| Flatpay | SumUp | |
| Kartenterminals | 1 | 3 |
| Tap to Pay | – | ✓ |
| Kassensoftware | ✓ | ✓ |
| Kassenhardware | ✓ | ✓ |
| Geschäftskonto | – | ✓ |
| Online-Shop | – | ✓ |
| Zahlungslink | – | ✓ |
| Rechnungsstellung | – | ✓ |
| Reservierungen | – | ✓ |
| Schulung vor Ort | ✓ | – |
| Hardware-Installation | ✓ | – |
| Vor-Ort-Service | ✓ | – |
| Kundenservice | 7 Tage die Woche, rund um die Uhr (24/7) | 7 Tage die Woche, Mo.–Fr. 9–20 Uhr und Sa.–So. 9–18 Uhr 24/7-Premium-Support mit Zahlungen Plus |
Beim Blick auf diese Tabelle lässt sich bestätigen:
Flatpay bietet ein einfaches Angebot mit klarem Fokus auf Zahlungen vor Ort sowie persönlicher Betreuung direkt in den Geschäftsräumen der Händler.
SumUp bietet deutlich mehr Services – insbesondere für Online-Zahlungen –, der Support erfolgt jedoch ausschließlich aus der Ferne.
SumUp eignet sich für alle, die die Dinge gerne selbst in die Hand nehmen – auch wenn der Tarif mit Abonnement mittlerweile einen 24/7-Support beinhaltet.
Flatpay ist hingegen die passendere Wahl für Händler, die Wert auf persönliche Betreuung legen und sich möglichst wenig selbst um technische Fragen kümmern möchten.
Akzeptierte Karten und Transaktionsgebühren
SumUp akzeptiert mehr Karten. Ganz gleich, ob Sie einen Vertrag bei Flatpay oder SumUp abschließen: In beiden Fällen können Sie über einen einzigen Vertrag sämtliche Visa- und Mastercard-Karten abrechnen.
SumUp akzeptiert darüber hinaus auch reine Girocards (ohne Co-Branding von Visa oder Mastercard), die japanischen JCB-Karten sowie American Express, Discover und Diners Club.
Flatpay akzeptiert keine reinen Girocards. Diese machen zwar nur einen geringen Teil der Karten aus, stellen jedoch eine Einschränkung dar. Achtung: Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Flatpay ist es Ihnen nicht gestattet, parallel ein weiteres Kartenterminal zu nutzen.
| Flatpay | SumUp | |
|---|---|---|
| Akzeptierte Karten | ||
| Kontaktlos |
Flatpay und SumUp erheben bei jeder über ihre Kartenterminals durchgeführten Transaktion eine Gebühr. Zusammenfassend lässt sich sagen:
- Wählen Sie Flatpay für das kostenlos bereitgestellte Kartenterminal und den persönlichen Vor-Ort-Service.
- Wählen Sie SumUp für geringere Gebühren mit dem Abonnement „Zahlungen Plus“.
Aus finanzieller Sicht hängt der Wendepunkt zwischen beiden Angeboten sowohl von Ihrem Umsatz als auch vom Verhältnis zwischen europäischen Privatkundenkarten und sonstigen Karten ab.
Sehen wir uns an, wie wir zu diesem Ergebnis kommen:
Bei Flatpay beträgt die reguläre Transaktionsgebühr für Händler grundsätzlich 1,39 %, unabhängig vom jeweiligen Kartentyp. Für Businesskarten sowie außerhalb des EWR ausgegebene Karten sehen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) jedoch vor, dass der Händler den Karteninhabern einen Zuschlag berechnet. Wird dieser Zuschlag nicht erhoben, behält sich Flatpay das Recht vor, die Transaktionsgebühr auf bis zu 3,75 % zu erhöhen.
Beachten Sie: Wenn Sie zusätzlich die Kassensoftware von Flatpay nutzen, steigt der Transaktionssatz auf 1,79 % und die Kassenhardware ist kostenpflichtig; auf diesen Punkt gehen wir im Abschnitt zu den Kassensystemen noch genauer ein.
Bei SumUp beträgt die reguläre Transaktionsgebühr 1,39 % auf alle Kartentypen. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Bei Transaktionen mit SumUp-eigenen Kundenkarten (SumUp Card) fallen keine Transaktionsgebühren an.
Diese Art von Mischkalkulation erleichtert zwar die Kostenplanung, kann jedoch teurer ausfallen als die Gebührenmodelle klassischer Banken, wenn Sie besonders viele Zahlungen per Girocard annehmen.
Bei identischen Transaktionsgebühren könnte man annehmen, die Entscheidung fiele aufgrund des kostenlos bereitgestellten Terminals schnell zugunsten von Flatpay aus. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass Flatpay Ihren Antrag nach unserem Kenntnisstand nicht annehmen wird, wenn Ihr monatlicher Kartenumsatz nicht mindestens etwa 5.000 € erreicht. Bei einem Umsatz unterhalb dieser Schwelle führt an SumUp daher ohnehin kein Weg vorbei.
| Tarife | Flatpay | SumUp Zahlung nach Nutzung |
SumUp Zahlungen Plus (19 €/Monat oder 199 €/Jahr) |
|---|---|---|---|
| Privatkarten aus dem EWR* | 1,39 % (1,79 % mit Kassensoftware) |
1,39 % | 0,79 % |
| Sonstige Karten (international, Business) | 1,39 % |
Zudem muss berücksichtigt werden, dass SumUp ein zweites Tarifmodell für 19 €/Monat (oder 199 €/Jahr) namens „SumUp Zahlungen Plus“ anbietet. Dieses senkt die Gebühren für europäische Privatkundenkarten auf 0,79 %, während der Satz für sonstige Karten bei 1,39 % verbleibt. Dieser Tarif lohnt sich, sobald das Transaktionsvolumen über Privatkundenkarten ausreichend hoch ist – beispielsweise ab ca. 4.000 € bei einem Anteil von 80 % an europäischen Privatkundenkarten.
Um die Kosten beider Anbieter zu vergleichen, muss der Karten-Mix berücksichtigt werden – also der jeweilige Anteil an inländischen Karten, Privatkundenkarten und Premiumkarten –, anhand dessen sich der effektive Gebührensatz berechnen lässt.
Tatsächlich nimmt kaum ein Betrieb zu 100 % Zahlungen mit europäischen Privatkundenkarten an. Ein kleiner Nachbarschaftsladen erzielt in der Regel einen Anteil von 90–95 % an europäischen Privatkundenkarten; im städtischen Raum mit gemischterem Publikum kann dieser Wert auf 80 % sinken; in der Gastronomie stark touristisch geprägter Regionen kann die Quote sogar auf 60 % zurückgehen.
Bezieht man die Abonnementgebühr für SumUp Zahlungen Plus sowie den Gebührensatz von Flatpay (1,39 % bzw. 1,79 % mit Kassensoftware) in die Kalkulation ein, lässt sich die Umsatzschwelle ermitteln, ab der SumUp Zahlungen Plus günstiger als Flatpay wird:
| Anteil EWR- Privat- kundenkarten |
Effektiver Gebührensatz SumUp Zahlungen Plus |
SumUp günstiger ab (19 €/Monat) |
SumUp günstiger ab (199 €/Jahr) |
|---|---|---|---|
| 100 % | 0,790 % | 3.167 €/Monat | 2.764 €/Monat |
| 95 % | 0,820 % | 3.333 €/Monat | 2.909 €/Monat |
| 90 % | 0,850 % | 3.519 €/Monat | 3.071 €/Monat |
| 80 % | 0,910 % | 3.958 €/Monat | 3.455 €/Monat |
| 70 % | 0,970 % | 4.524 €/Monat | 3.948 €/Monat |
| 60 % | 1,030 % | 5.278 €/Monat | 4.606 €/Monat |
| 50 % | 1,090 % | 6.333 €/Monat | 5.528 €/Monat |
Da SumUp Zahlungen Plus für sonstige Karten 1,39 % berechnet – also denselben Gebührensatz wie Flatpay –, gibt es stets eine Schwelle, ab der sich das Abonnement rentiert, selbst bei einem hohen Anteil an internationalen Karten oder Businesskarten.
Betrachten wir einen Karten-Mix von 80 %: SumUp ist ab einem monatlichen Kartenumsatz von über 3.958 € günstiger als Flatpay, sofern der Satz von Flatpay bei 1,39 % liegt.
Im Detail zeigt sich, dass der Unterschied bei 5.000 € Umsatz noch minimal ausfällt (5 € zugunsten von SumUp), sich die Differenz danach jedoch schnell vergrößert: 29 € bei 10.000 € und 53 € bei 15.000 €.
| Monatlicher Umsatz | Flatpay & SumUp 1,39 % |
SumUp Plus 0,91 % + 19 € |
Ersparnis mit SumUp Plus |
|---|---|---|---|
| 5.000 € | 69,50 € | 64,50 € | 5,00 € |
| 10.000 € | 139,00 € | 110,00 € | 29,00 € |
| 15.000 € | 208,50 € | 155,50 € | 53,00 € |
Auf dem Papier wird SumUp ab einem bestimmten Kartenumsatz stets günstiger. Allerdings sprechen auch mehrere Faktoren für Flatpay:
- Bei entsprechend hohem Umsatz können Sie mit Flatpay einen niedrigeren Gebührensatz aushandeln.
- Die Transaktionsgebühr von 1,39 % deckt die kostenlose Bereitstellung des Kartenterminals ab.
- Das Serviceniveau ist höher – inklusive Einrichtung und Schulung direkt bei Ihnen vor Ort.
Zuungunsten von SumUp müssen die Anschaffungskosten für das Kartenterminal berücksichtigt werden. Doch selbst beim hochpreisigsten Modell (dem SumUp Terminal) entspricht dies umgerechnet auf 36 Monate lediglich 4,22 € pro Monat (bezogen auf den zum Zeitpunkt der Artikelerstellung gültigen Preis). Bezieht man diesen Betrag in die Kalkulation ein, steigt die Rentabilitätsschwelle bei einem Anteil von 80 % an Privatkundenkarten auf knapp 5.000 €.
Die oben angegebenen Gebührensätze können gegebenenfalls nachverhandelt werden, sobald Ihr Umsatz ein bestimmtes Niveau erreicht.
Hinsichtlich der Verhandlungsschwelle nennt die Flatpay-Website einen jährlichen Kartenumsatz von 200.000 € – also rund 16.677 € pro Monat –, was jedoch als Orientierungswert zu verstehen ist. SumUp wiederum bietet individuelle Konditionen ab einem monatlichen Abrechnungsvolumen von 10.000 € an.
Im Abschnitt zu den Kassensystemen werden wir prüfen, ob die 1,79 % von Flatpay ohne Software-Abonnement attraktiver sind als das Tarifmodell von SumUp mit Monatsbeitrag.
Mehr Kartenterminals bei SumUp
Bei Flatpay gibt es nur ein einziges Kartenterminal – ein Android-Modell mit großem Touchscreen. Das in etwa vergleichbare Gegenstück ist das SumUp Terminal.
SumUp vertreibt zudem zwei Modelle, für die es bei Flatpay kein Äquivalent gibt und die kompakter sowie günstiger sind: das Solo und das Solo Lite.
Das Kartenterminal von Flatpay wird unter bestimmten Bedingungen „kostenlos“ bereitgestellt, während die Kartenterminals von SumUp ausschließlich zum Kauf erhältlich sind.
Die nachstehend angegebenen Preise für die SumUp-Kartenterminals berücksichtigen bereits die Sonderrabatte für Leser von Mobile Transaction:
| Kartenterminals | Flatpay Terminal ![]() |
SumUp Terminal ![]() |
|
SumUp Solo Lite ![]() |
|---|---|---|---|---|
| Preis | Ohne Abonnement, sofern der Umsatz erreicht wird. Kaution in Höhe von 500 €, zahlbar in Raten zu je 10 €. | 152 € zzgl. MwSt. |
Ohne Drucker: 71 € zzgl. MwSt. Mit Drucker: 98 € zzgl. MwSt. |
31 € zzgl. MwSt. |
| Verbindung | WLAN/4G | WLAN/4G | WLAN/4G | Bluetooth über Smartphone |
| Drucker | Integriert | Integriert | Optional, in der Ladestation integriert | Extern, über Drittanbieter erhältlich |
| Display | Groß, farbig, Touchscreen | Groß, farbig, Touchscreen | Schwarz-Weiß | Klein, Schwarz-Weiß |
Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen stellt Flatpay das Kartenterminal kostenlos bereit, sofern der Umsatz 2.000 € pro Monat übersteigt – andernfalls fallen 50 € pro Monat an. Nach unseren Informationen entspricht dieser Betrag jedoch nicht dem Umsatzniveau, das Flatpay bei der Kundenauswahl anvisiert; der angestrebte Mindestumsatz liegt demnach bei rund 5.000 € im Monat.
Eine Besonderheit des deutschen Flatpay-Vertrags: Es ist eine Kaution in Höhe von 500 € zu hinterlegen, die schrittweise in Tranchen von je 10 € bei jeder Transaktion einbehalten wird. Diese Kaution muss bei reparierbaren Schäden am Kartenterminal wieder aufgestockt werden und wird erst zurückgezahlt, wenn der Händler das Terminal an Flatpay zurückgibt.
Eine vergleichbare Klausel konnten wir in den Verträgen für andere Länder nicht finden; vermutlich handelt es sich um eine Vorgabe des Acquirers. In einem Markt, in dem SumUp besonders wettbewerbsfähig aufgestellt ist, erscheint ein solcher Schritt jedoch wenig glücklich.
Wie gezeigt, ist SumUp bei geringeren Umsätzen die naheliegende Wahl. Wenn Sie zudem ein leichtes und preiswertes Gerät suchen, führt kein Weg an den Solo-Modellen vorbei.

Auf unserem Foto ist das Display des SumUp Terminals deutlich größer als das des Flatpay-Terminals.
Für Händler, die noch zwischen Flatpay und SumUp schwanken, lohnt sich ein direkter Vergleich der beiden Android-Geräte:
– Das Kartenterminal von Flatpay stammt vom Hersteller PAX (Modell A920 Pro). Das Modell von SumUp ist eine Eigenentwicklung.
– Das SumUp Terminal ist wuchtiger, wiegt 40 g mehr und besitzt ein größeres Display (16,5 cm Bildschirmdiagonale im Vergleich zu 13,8 cm).
– Das Flatpay-Terminal ist hochwertiger verarbeitet.
In beiden Fällen befindet sich das Fach für den Belegdruck unten auf der Rückseite, was in der täglichen Praxis nicht optimal gelöst ist.
Wir haben beide Kartenterminals getestet. Die kontaktlose Zahlung per NFC dauerte in beiden Fällen unter zwei Sekunden und beide Geräte erwiesen sich beim Navigieren zwischen den Bildschirmen als sehr reaktionsschnell.
Das große Display des SumUp Terminals bietet mehr Komfort für die Nutzung einer Kassensoftware, allerdings ist das Gerät schwerer und sperriger als das Modell von Flatpay.
Kassensysteme
Die Kassensysteme von Flatpay und SumUp sind ausschließlich für die jeweils eigenen Kartenterminals konzipiert.
Bevor wir die Funktionen miteinander vergleichen, werfen wir einen Blick auf die Preise:
Bei Flatpay ist die Software kostenlos, dafür fallen die Transaktionsgebühren höher aus (1,79 % statt 1,39 %).
Bei SumUp gibt es zwei Versionen der Kassensoftware: eine kostenlose, im Funktionsumfang etwas eingeschränkte Variante und eine kostenpflichtige – das Kassensystem Plus für 49 €/Monat bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten.
Mit anderen Worten: Bei Flatpay hängen die Kosten für die Kassensoftware direkt vom erzielten Umsatz ab, während die Kosten bei SumUp fix sind.
| Flatpay-Kassensystem | SumUp-Kassensystem | |
|---|---|---|
| Transaktionsgebühren | 1,79 % | 1,39 % (oder 0,79–1,39 % + 19 €/Monat) |
| Kassensoftware-Abonnement | 0 € | Kostenlose Version: 0 € Kassensystem Plus: 49 € zzgl. MwSt./Monat |
| Kassensets | 1.999 € bis 2.999 € zzgl. MwSt. | 399 € bis 649 € zzgl. MwSt. |
Rechnen wir das Beispiel aus der letzten Tabelle im Preisabschnitt noch einmal durch – diesmal auf Basis des Gebührensatzes von 1,79 % bei Flatpay, der bei Nutzung der Kassensoftware gilt. Bei 5.000 € monatlichem Kartenumsatz fallen die Transaktionsgebühren um 20 € höher aus als beim Satz von 1,39 % (ohne Kasse). Bei 10.000 € sind es 40 € zusätzliche Gebühren. Diese Gebühren beinhalten die Nutzung der Software, nicht jedoch die Kassenhardware.
Wie wir weiter unten sehen werden, entspricht das Kassensystem von Flatpay funktionell der Plus-Version von SumUp (Kassensystem Plus für 49 €/Monat zzgl. MwSt.). Beide Lösungen bieten unter anderem unverzichtbare Funktionen für die Gastronomie wie die Tischverwaltung und die Weiterleitung von Bestellungen an die Küche.
| Monatlicher Umsatz | Flatpay mit Kassensystem 1,79 % |
SumUp Plus + Kassensystem Plus (0,79–1,39 % + 49 €/Monat) |
|---|---|---|
| 5.000 € | 89,50 € | 113,50 € |
| 10.000 € | 179,00 € | 159,00 € |
| 15.000 € | 268,50 € | 204,00 € |
Bei vergleichbarem Funktionsumfang (Flatpay-Kassensystem vs. SumUp Kassensystem Plus mit dem Abonnement „Zahlungen Plus“) ist die Lösung von Flatpay bei einem Anteil von 80 % europäischen an Privatkundenkarten unterhalb von rund 7.700 € monatlichem Kartenumsatz günstiger.
Oberhalb dieser Schwelle ist SumUp günstiger: Bei 5.000 € kostet Flatpay monatlich 24 € weniger, bei 10.000 € ist SumUp jedoch um 20 € günstiger.
Entscheiden Sie sich hingegen für die kostenlose Version des SumUp-Kassensystems, fällt Flatpay natürlich teurer aus. Einen Vergleich der Versionen finden Sie weiter unten.

Premium-Kassenset von Flatpay.
Die Hardware-Ausstattung fällt je nach Geschäft individuell aus, doch ein Vergleich der Kassensets vermittelt einen guten Überblick über das Preisniveau.
Bei Flatpay liegen die Kassensets zwischen 1.999 € zzgl. MwSt. und 2.999 € zzgl. MwSt.
Bei SumUp kosten die Kassensets zwischen 399 € zzgl. MwSt. und 649 € zzgl. MwSt.
Zu beachten ist jedoch: Die Kassenhardware von Flatpay ist hochwertiger und im Preis sind die Schulung sowie die Installation direkt vor Ort bereits enthalten.
Ein interessanter Vorteil zugunsten von SumUp: Sie können die Kassensoftware direkt auf dem Kartenterminal verwenden, ohne eine separate Registrierkasse auf dem Verkaufstresen zu benötigen. Bei Flatpay ist dies nicht möglich, da die mobile Kasse zwingend als Ergänzung zur Hauptkasse fungiert und jedes zusätzliche, mit der mobilen Kasse ausgestattete Kartenterminal in der Anschaffung 495 € zzgl. MwSt. kostet. Für einen Foodtruck, der keinen Platz für ein vollwertiges Kassensystem hat, ist SumUp daher aus unserer Sicht die passendere Wahl.
LESEN SIE AUCH: SumUp im Test: Günstig, einfach, ohne versteckte Gebühren
Funktionsvergleich:
Alle drei Optionen (das Flatpay-Kassensystem sowie die kostenlose und die kostenpflichtige Version von SumUp) verfügen über die zentralen Basisfunktionen eines Kassensystems:
Bar- und Kartenzahlungen, Rechnungsaufteilung, Rückerstattungen, Verwaltung eines Produkt- und Warengruppenkatalogs mit Fotos, Bestandsverwaltung in Echtzeit, Verkaufsberichte, grundlegende Mitarbeiterdaten sowie die Konformität mit der KassenSichV (TSE).
Zudem lassen sich alle drei Systeme mit einer Kassenschublade und einem Drucker verbinden.
Das kostenpflichtige Kassensystem von SumUp und das von Flatpay bieten darüber hinaus spezielle Funktionen für die Gastronomie: Tischplan, Küchendruck für Bestellungen, Trinkgeldfunktion usw.
Um die Vergleichstabelle übersichtlich zu halten, haben wir die oben zusammengefassten Gemeinsamkeiten in der nachfolgenden Tabelle nicht erneut aufgeführt.
| Funktion | Flatpay- Kassensystem |
SumUp- Kassensystem Plus (49 €/Monat) |
Kostenloses SumUp- Kassensystem |
|---|---|---|---|
| Zahlungsannahme | |||
| Tap to Pay auf dem Smartphone | – | ✓ | ✓ |
| Vorkonfigurierte Rabatte | ✓ | ✓ | – |
| Produktkatalog und Lagerbestand |
|||
| Artikel mobil hinzufügen | – | ✓ | ✓ |
| Kompatible Hardware | |||
| Barcodescanner | ✓ | ✓ | – |
| Mehrere Drucker | ✓ | ✓ | – |
| Tastatur / Maus | ✓ | – | – |
| Verwaltung und Buchhaltung |
|||
| Z- und X-Berichte direkt an der Kasse | ✓ | ✓ | – |
| Anbindung an Buchhaltungssoftware | – | ✓ | – |
| Margenüberwachung in Echtzeit | – | ✓ | – |
| Kassenbuch / Kassenladenverwaltung | ✓ | ✓ | – |
| Mitarbeiterverwaltung | |||
| Individueller Zugangscode pro Mitarbeiter | – | ✓ | – |
| Sonstiges | |||
| Kundenbindungsprogramm | – | ✓ | ✓ |
| Sprachauswahl | ✓ | – | – |
| Service | |||
| Installation und Schulung vor Ort | ✓ | – | – |
| 24/7-Support | ✓ | ✓ | – |
Die kostenpflichtige Version von SumUp bietet einige zusätzliche Funktionen: Synchronisierung mit Buchhaltungssoftware, Zugangscodes für Mitarbeiter und ein Kundenbindungsprogramm. Für ein kleines Geschäft kann die kostenlose Version von SumUp ausreichen; für ein Restaurant ist dagegen häufig die kostenpflichtige Version sinnvoller.
Die Anmeldung
Flatpay setzt auf eine persönliche Betreuung vor Ort, während SumUp an einem reinen Online-Verfahren festhält.
Bei SumUp erfolgt alles digital aus der Ferne und nimmt rund 10 Minuten in Anspruch, sofern Sie alle erforderlichen Unterlagen griffbereit haben.
Bei Flatpay profitieren Sie während des gesamten Prozesses von persönlicher Unterstützung: Mitarbeiter von Flatpay kommen mehrfach persönlich direkt in Ihr Geschäft, um Sie bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, und lassen Ihnen dabei stets die nötige Bedenkzeit.
Dasselbe gilt für die Inbetriebnahme der Kartenterminals: Während SumUp Ihnen die Einrichtung der Hardware selbst überlässt, übernimmt Flatpay die Installation der Geräte direkt in Ihren Geschäftsräumen und schult Sie ausführlich im Umgang mit dem Terminal sowie der Software.
Fazit: Flatpay oder SumUp?
Flatpay richtet sich an etablierte Händler (monatlicher Umsatz über 5.000 €), die sich langfristig binden (mindestens 36 Monate Vertragslaufzeit) und durch persönliche Unterstützung vor, während und nach der Anmeldung Zeit sparen möchten. Das betrifft beispielsweise Geschäftsinhaber, die Verkaufsteams oder Servicepersonal leiten und keine Zeit haben, sich um technische Details zu kümmern. Zur Website von Flatpay.
SumUp richtet sich an alle Kleinunternehmer – auch Einsteiger – und bietet ihnen ein möglichst umfassendes Serviceangebot zu einem erschwinglichen Preis, allerdings mit eingeschränktem Fernsupport. SumUp eignet sich gleichermaßen für eine Physiotherapeutin wie für einen Café-Betreiber. SumUp ist zwar günstiger, Sie müssen die Hardware jedoch selbst installieren. Zur Website von SumUp.



