Ein Kassensystem für die Gastronomie sollte besondere Anforderungen erfüllen und insbesondere die Funktionen Tischverwaltung und Rechnungsteilung beinhalten. Eine normale Kassensystem-Software bietet diese Möglichkeiten in der Regel nicht.
Je nach Art der Gastronomie können aber unterschiedliche Kassensysteme passen. Ein kleines Café hat andere Ansprüche an die Kassensystem-App als ein Restaurant oder eine Cocktail-Bar. Für einen Imbiss ohne Tische kommt auch ein normales Kassensystem in Frage.
Unser Gastro-Kassensystem-Vergleich soll Ihnen Orientierung unter den verschiedenen Anbietern und Arten von Kassensystemen mit und ohne Vertrag verschaffen, immer vor dem Hintergrund der Frage, für welche Art der Gastronomie das Kassensystem geeignet ist.
| Gastro Kassensystem | Kosten | Am besten für | Webseite |
|---|---|---|---|
| SumUp Kassensystem |
0-39 €/ Monat | Cafés, kleine Restaurants, Food Trucks | |
| Ready2order | ab 59 €/ Monat (Standard-Lizenz+ TSE-PAket) | Cafés, kleine und mittelgroße Restaurants | |
| Lightspeed | ab 89 €/ Monat | Große Restaurants, Hotelrestaurants | |
| Orderbird | ab 99 €/ Monat | Cafés, mittelgroße Restaurants | |
| Tillhub | persönliches Angebot | Cafés, mittelgroße Restaurants |
Am besten für: Foodtrucks, Cafés und kleine Gastronomiebetriebe.
Preise: 0–39 €/Monat. Kostenlose Basisversion. Kostenpflichtige Mehrplatz-Version für 39 € pro Betrieb. KassenSichV & Cloud-TSE: In allen Versionen kostenlos enthalten.
Kompatibilität: SumUp-Hardware, Android 16+ und iOS 10+.
Vorteile: Günstig, einfach und intuitiv. Integriertes Click & Collect und QR-Code-Menü. Küchenmonitor und Bestellterminal (Kiosk). Priorisierter Kundenservice rund um die Uhr (24/7) in der kostenpflichtigen Version. Keine Mindestvertragslaufzeit.
Nachteile: Keine Sitzplatzverwaltung, keine Gangsteuerung. Bindung an die Zahlterminal-Hardware von SumUp. GoBD-Konformität (Digitales Kassenbuch): Exklusiv der kostenpflichtigen Version vorbehalten.
Das SumUp-Kassensystem besteht aus einer Freemium-Kassensoftware und optionaler, spezieller Kassenhardware.
Die Kassensoftware ist auf der SumUp-Hardware vorinstalliert – das heißt auf dem Android-Terminal, der SumUp-Kasse mit Dual-Bildschirm und dem Bestellterminal.
Die Software ist zudem in die SumUp Business-App integriert, die auf iOS- oder Android-Geräten genutzt werden kann.
SumUp übernimmt auch die Abwicklung von Kredit- und Debitkartenzahlungen. Diese müssen zwingend über eines ihrer Terminals oder per „Tap to Pay“ erfolgen. Die Gebühren betragen ohne Abonnement 1,39 % (oder 0,79 % für europäische Kundenkarten bei einem Abonnement von 19 € pro Monat). Die Terminals sind mit Pluxee- und Edenred-Karten kompatibel. Allerdings können ohne Internet keine Kartenzahlungen angenommen werden.

Das SumUp-Kassensystem ist in deutschen Cafés sehr beliebt.
Die SumUp-Kasse (Hardware) verfügt über einen großen Bildschirm für den Händler und ein kleineres Display für den Kunden mit integriertem Zahlterminal. Sie kostet derzeit nur 299 € (zzgl. MwSt.), was sie zu einem echten Schnäppchen macht.
Für alle, die mobil arbeiten, ist das Android-Terminal von SumUp die ideale Lösung: Es kann für die Bestellannahme direkt am Tisch oder zur Platzersparnis in einem Foodtruck genutzt werden.
Es gibt zwei Versionen der Software: eine kostenlose Version („Kostenloses Kassensystem“) und eine kostenpflichtige Version („Kassensystem Plus“) für 39 €/Monat.
Die kostenpflichtige Version richtet sich hauptsächlich an die Gastronomie, da sie Funktionen wie die Tischplanverwaltung, die Übertragung von Bestellungen von einem Gerät auf ein anderes sowie den Anschluss mehrerer Drucker bietet – was für den Druck von Küchenbons unerlässlich ist. Zudem besteht die Möglichkeit, für 9 € pro Monat einen Küchenmonitor (KDS) hinzuzufügen.
| SumUp Kassensystem-Kosten | |
|---|---|
| Software-Lizenz | 0-39 €/ Monat |
| SumUp Kasse (hardware) | 299 € |
| SumUp Terminal | 152 € |
| Hardware-Paket |
|
Beide Softwareversionen enthalten einen Produktkatalog, einen kostenlosen Online-Shop für Click & Collect oder das Bestellen und Bezahlen am Tisch per QR-Code, eine Lagerverwaltung sowie die Abwicklung von In-House- und In- can-Bestellungen (Außer-Haus-Verkauf), was für die Systemgastronomie und Imbisse unverzichtbar ist. Beide Versionen sind absolut finanzamtkonform nach deutschen Richtlinien (GoBD und TSE).
Es können unbegrenzt viele Produkte und Produktlinien in der Produktbibliothek angelegt werden, und das Kassensystem funktioniert auch offline.
Die kostenpflichtige Version bietet weitere praktische Funktionen wie Menüs, Happy Hours, den Z-Bericht (Tagesabschluss), die Möglichkeit, die automatische Schließzeit der Kasse anzupassen, sowie eine genaue Bargeldverwaltung.
Mit der kostenlosen Version sehen Sie zwar, wie viel Bargeld eingenommen wurde, können den Kassenbestand jedoch nicht lückenlos von Tag zu Tag nachverfolgen oder Barauslagen erfassen..
Beide Softwareversionen – sowohl die kostenlose als auch die kostenpflichtige – sind KassenSichV-konform und beinhalten eine kostenlose Cloud-TSE. Die umfassende GoBD-Konformität, die ein digitales Kassenbuch zur lückenlosen Nachverfolgung aller Bargeldströme erfordert, ist jedoch der kostenpflichtigen Version „Kassensystem Plus“ vorbehalten. Bei der kostenlosen Version muss der Händler sein Kassenbuch manuell und separat führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Kassensystem von SumUp selbst in der kostenpflichtigen Version sehr preiswert ist. Wir empfehlen es jedoch nur für kleinere Betriebe, die keine komplexen Bestellprozesse haben und keine Integrationen von externen Modulen benötigen.
Integration von Zahlungslösungen: SumUp
Kann man das Kassensystem vor dem Abonnement testen? SumUp bietet eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie an.
Am besten für: Restaurants, kleine und große Cafés sowie Bars geeignet.
Preise: Pro Gerät: Standard-Lizenz 35,90 € / Monat. Pro Betrieb: Gastro-Paket 23,90 € / Monat, Cloud-TSE 15,90 € / Monat, Kassenbuch 13,90 € / Monat, digitale Belege 7,90 € / Monat
Kompatibilität: Tablets, Smartphones und Desktops (ab iOS 16.6, ab MacOS 12.5, ab Android 7, ab Windows 10)
Vorteile: Hochwertige Hardware. Einfache Integration externer Geräte. Kompatibel mit anderen Zahlungslösungen. Verwaltung der Gangsteuerung. Zubereitungshinweise. Mitarbeiterzeiterfassung. DATEV-Export. Finanzamtkonform (GoBD und KassenSichV). Technischer Support 24/ 7 erreichbar.
Nachteile: Zahlreiche kostenpflichtige Zusatzmodule treiben den tatsächlichen Preis in die Höhe. Stark eingeschränkter Offline-Modus. In der Praxis primär für kleinere Teams (bis zu 10 Servicekräfte) zu empfehlen.

Genau wie SumUp vertreibt ready2order sowohl eine Softwarelösung als auch Kassenhardware. Allerdings sind die Zahlungsterminals optional, da Sie entweder deren eigene readyPay-Lösung oder Terminals von Drittanbietern nutzen können (auf diesen Punkt werden wir später noch näher eingehen).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich um eine hochwertigere Kassenlösung handelt, die sich für mittelgroße Restaurants eignet, dafür aber auch teurer ist.
Die Apps sind sowohl mit Apple- und Android-Mobilgeräten als auch mit Desktop-Computern (Mac und PC) kompatibel. Dies unterscheidet ready2order von vielen Cloud-Lösungen, die sich auf Tablets beschränken.
Auf der Hardware-Seite ist die Auswahl größer als bei SumUp. Ready2order bietet zwei stationäre Kassensysteme und zwei Android-Zahlungsterminals an.
Foto: Ready2order

readyMax2: robustes Design und großes Display – perfekt für den Café-Alltag.
Die Geräte sind zwar teurer, dafür aber hochwertiger. Das readyMax2 verfügt über einen größeren Bildschirm als die SumUp-Kasse (15 Zoll statt 13) und ist deutlich robuster, da das Gehäuse komplett aus Metall und nicht aus Kunststoff gefertigt ist. Ein weiterer Unterschied: Es integriert einen EC-Kartendrucker direkt im Standfuß und besitzt einen SIM-Karten-Slot, um sich vor Netzwerkausfällen zu schützen.
Wenn Sie sich für die readyPay-Lösung entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen zwei Android-Terminals, mit oder ohne Belegdrucker. Die Version mit Drucker ist recht sperrig, was vor allem an dem großen 6,75-Zoll-Display liegt, mit dem sich die Kassensoftware optimal nutzen lässt. Die Ergonomie ist zudem hervorragend: Die Vorderseite ist für das kontaktlose Bezahlen zum Kunden hin geneigt, und der Bon wird nach oben hin ausgedruckt.
Softwareseitig gibt es keine kostenlose Version, sondern eine Basisversion für 35,90 € zzgl. MwSt. pro Gerät (und nicht pro Standort wie bei SumUp). Diese kann in kleineren Betrieben genutzt werden, da unter anderem keine Tischpläne verfügbar sind.
| Ready2order-Kosten | |
|---|---|
| Standard-Lizenz | 35,90*-46,90 € /Monat (*bei jährlicher Zahlung) |
| Gastronomie-Lizenz (mit Tischverwaltung und Rechnungsteilung) | 23,90*-29,9 € /Monat |
| TSE-Paket | 15,90*- 20 € /Monat |
| Kassenbuch | 13,9-15,9 € * /Monat |
| Aktivierungsgebühr | 99 € |
| Terminal-Transaktionsgebühren mit readyPay | 1,23 % |
| readyTab (Stationäres Tablet-System) | 649 € |
| readyMax 2 (Stationäres Doppel-Display) | 999 € |
| readyGo 2 (Mobil mit Drucker) | 389 € |
| readyMini (Ultra-mobiles Handheld ) | 279 € |
In der Tat muss man, um ready2order vollumfänglich nutzen zu können, das Gastro-Abonnement für 23,90 € zzgl. MwSt. abschließen. Rechnet man die kostenpflichtige, gesetzlich vorgeschriebene Cloud-TSE sowie das Kassenbuch für die GoBD-Konformität hinzu, wird es allmählich etwas teuer (90 € zzgl. MwSt für eine einzige Kasse). Glücklicherweise werden all diese Zusatzabonnements einmalig pro Betrieb und nicht pro Gerät abgerechnet.
Die Preisgestaltung von ready2order passt sich somit an die Größe des jeweiligen Betriebs an, allerdings lohnt es sich eher, wenn man über mehrere Stationen (Zahlungsterminals oder stationäre Kassensysteme) verfügt. Zum Beispiel: eine Feststation readyMax2, 3–4 mobile Geräte für rund zehn Servicekräfte und mehrere Drucker, darunter einer in der Küche.
Man findet die gleichen Funktionen wie bei SumUp: Tischplan, Trinkgelder, Rechnungsaufteilung, Happy Hours.
Foto: Ready2order

Die App-Benutzeroberfläche ist intuitiv.
Was bietet ready2order zusätzlich?
- Die Verwaltung der Gangsteuerung für Küchenbestellungen basierend auf den Menükategorien (Vorspeise, Hauptspeise, Dessert)
- Den automatischen Druckauftrag an den richtigen Drucker je nach Kategorie (z. B. Getränkebestellungen an die Bar)
- Zubereitungshinweise
- Die Mitarbeiterzeiterfassung
- Den DATEV-Export für Buchhaltungssoftware
Zusammenfassend lässt sich sagen: ready2order ist eine recht ausgereifte Lösung, die sich für mittelgroße Restaurants mit maximal 10 Servicekräften eignet – bedingt durch den hohen Lizenzpreis pro Gerät und die Unmöglichkeit, ein lokales Netzwerk zu nutzen, da alles über die Cloud läuft.
Integration von Zahlungslösungen: ReadyPay, SumUp, hobex, PAYONE
Kann man das Kassensystem vor dem Abonnement testen? Ja, 15 Tage lang kann die Ready2order-Software über einen Testaccount getestet werden.
Am besten für: große Restaurants mit strenger Küchenordnung, alle, die alles optimieren wollen, sowie Hotelrestaurants.
Preise: ab 89 €/ Monat (pro Kasse)
Kompatibilität: iPad 15.
Vorteile: Interaktiver Küchenbildschirm, automatische Steuerung des Gang-Ablaufs, präzise Lagerverwaltung mit automatischer Nachbestellung, Integration externer Lösungen wie Lieferung oder PMS und ein zuverlässiger Offline-Modus.. 24/7 Kundenservice. Finanzamtkonform (GoBD und KassenSichV).
Nachteile: Hoher Preis, mangelnde Preistransparenz, iPad-Pflicht sowie keine Option für eine Kasse mit zweitem Bildschirm.

Lightspeed Restaurant (K-Serie) positioniert sich als High-End-Lösung auf iPad-Basis für die klassische Gastronomie und die Hotel-Integration.
Die G-Serie (aus der Übernahme von Gastrofix) wird zwar weiterhin für Bestandskunden weitergeführt, ist jedoch für Neukunden gesperrt. Parallel dazu bedient die L-Serie den nordamerikanischen Markt sowie die Anforderungen der Systemgastronomie (Quick-Service).
Obwohl Lightspeed auch Hardware wie Zubehör und Zahlungsterminals für seine eigene Bezahllösung vertreibt, konzentriert das Unternehmen seine Bemühungen primär auf den Software-Bereich.
Der Basispreis der Lösung beginnt bei 89 €/Monat für eine Station im „Basic“-Tarif und 49 €/Monat für jede weitere Station. Im Gegensatz zu ready2order ist hier jedoch bereits alles enthalten, was die Konformität mit den deutschen Vorschriften betrifft, insbesondere die Cloud-TSE (basierend auf Fiskaly) und der DATEV-Export.
Der Preis kann jedoch schnell steigen, da viele Funktionen als „Add-ons“ (Zusatzmodule) verfügbar sind, wie beispielsweise 69 €/Monat für das Reservierungssystem, 59 €/Monat für Click & Collect, 99 €/Monat für die erweiterte Bestandsverwaltung (Warenwirtschaft) und 40 €/Monat für das Küchendisplay (KDS).

Auch bei Lightspeed handelt es sich um ein iPad-Kassensystem
Man kann sich auch für höhere Tarife entscheiden, um bei den Add-ons und Stationen zu sparen: Der „Core“-Tarif für 159 €/Monat beinhaltet zwei Lizenzen sowie die Option zur Bestellung und Bezahlung am Tisch (entweder durch das Servicepersonal oder durch den Kunden via QR-Code), die Bestandsverwaltung sowie das Küchendisplay.
Man hat verstanden, dass Lightspeed nicht gerade günstig ist. Was macht es also im Vergleich zu ready2order so attraktiv?
Zunächst einmal verfügt Lightspeed über einen effizienten Offline-Modus, der auf einem lokalen Server basiert. Dadurch kann das Restaurant selbst bei einem totalen Netzwerkausfall weiterarbeiten, und es ermöglicht die Verbindung einer größeren Anzahl von Stationen als bei einem reinen Cloud-Betrieb.
Die Bestandsverwaltung ist wesentlich präziser: Wenn man 100 Hamburger zubereitet, kann Lightspeed genau erfassen, wie viele Gläser saure Gurken aus dem Lager entnommen wurden, und diese automatisch nachbestellen!
Auch die Gangsteuerung für die Küche ist im Vergleich zu ready2order optimiert, da der Bon-Versand nicht nur manuell, sondern auch automatisch nach einer bestimmten Zeitspanne erfolgen kann. Zudem hat der Küchenchef durch ein interaktives Küchendisplay eine bessere Kontrolle, da er Bestellungen gruppieren und bestimmte Bons pausieren kann.
| Lightspeed K-Kosten | |
|---|---|
| Software-Lizenz | Basic 89 €/ Monat Core 159 €/Monat Pro 169,90 € /Monat + 49 € / zusätzlicher Kasse |
| Click&Collect | 59 € /Monat (im Pro-Paket enthalten) |
| Bestandverwaltung | 99 € /Monat (im Core- und Pro-Paket enthalten) |
| KDS | 40 € / Monat |
| Zahlungsterminals | Etwa 400 € |
| Lightspeed payments | Transaktionsgebühren nach Vereinbarung |
Die Rechteverwaltung für das Personal ist ebenfalls feiner abgestimmt; es lassen sich maßgeschneiderte Rollen wie Auszubildende, Chef de Rang usw. definieren.
Lightspeed verfügt über ein kostenpflichtiges, aber sehr leistungsstarkes Reservierungsmodul, das sich mit beliebten Plattformen wie TheFork oder Google verknüpfen lässt.
Diese Offenheit von Lightspeed Restaurant zeigt sich auch im Bestellbereich: Sie können entweder das Lightspeed-eigene Modul „Order Anywhere“ nutzen oder die Kasse direkt mit Lieferdiensten wie Deliveroo oder Lieferando verbinden. Wir haben oben bereits die Bestellung der Gewürzgurken erwähnt, die über eine Schnittstelle zu Warenwirtschaftssystemen wie Nesto läuft. Ebenfalls zu erwähnen sind die Anbindungen an HR-Software (Personalwesen) oder Kundenbindungsprogramme.
Sehr wichtig für Hotel-Restaurants: die Anbindung an PMS (Property Management Systeme). Ein Hotelgast kann seine Restaurantrechnung so automatisch auf sein Zimmer schreiben lassen. Lightspeed bietet hierzu Schnittstellen zu vielen in Deutschland weit verbreiteten Lösungen wie Apaleo, Mews, OPERA, Protel usw.
Da die Hardware auf iPads basiert, bietet Lightspeed keine Kassen mit zwei Bildschirmen (Double-Screen) wie SumUp oder ready2order an, sondern zwei verschiedene Halterungen – eine davon mit integriertem Zahlungsterminal – sowie das übliche Zubehör (Kassenschublade, Drucker, Barcodescanner).
Bei den Terminals handelt es sich um Modelle von Verifone, die so konfiguriert sind, dass sie ausschließlich mit dem hauseigenen Bezahlsystem von Lightspeed funktionieren. Im Gegensatz zu ready2order kann die Lightspeed-Kasse den Betrag nicht manuell an Terminals von Drittanbietern wie Payone übermitteln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lightspeed eine äußerst leistungsstarke Lösung ist, die Restaurants vorbehalten bleibt, die eine Optimierung auf allen Ebenen anstreben oder an ein Hotel angebunden sind.
Integration von Zahlungslösungen: Lightspeed Payments
Kann man das Kassensystem vor dem Abonnement testen? Ja, man kann das Gastrofix-Kassensystem 30 Tage lang kostenlos testen.
Am besten für: Restaurants, Bars und Cafés geeignet, die ein iPad-basiertes System mit fixen Software-Paketen und integrierter gesetzeskonformer TSE suchen.
Preise: ab 99 €/ Monat (pro iPad; zzgl. Servicelizenz)
Kompatibilität: iPad und iPhone (iOS 17)
Vorteile: Steuerung des Gang-Ablaufs, Gästezählung pro Tisch, Online-Reservierung und -Zahlung sowie DATEV-Export. 24/7 Kundenservice. Finanzamtkonform (GoBD und KassenSichV).
Nachteile: Bindung an Apple-Hardware. Lizenzgebühren pro Gerät.
Das Kassensystem orderbird PRO ist speziell für die Gastronomie konzipiert. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und unkompliziert, was die Bedienung selbsterklärend macht. Es ist ideal für neue Mitarbeiter geeignet, da sich die Einarbeitungszeit auf ein Minimum reduziert und das Team selbst im stressigen Servicealltag sofort seine volle Leistung entfalten kann.
Das Kassensystem orderbird PRO beherrscht alle typischen Gastronomie-Funktionen wie das Teilen von Rechnungen (Split-Buchung), Stornieren, Bonieren, Umbuchen, das nachträgliche Ändern der Zahlungsart sowie das Einräumen von Rabatten.
Während ready2order auf verschiedenen Geräten funktioniert, ist das PRO-System exklusiv pour iOS optimiert und läuft auf dem iPad als Hauptkasse; eigene Android-Tablets sind mit dieser Version nicht kompatibel.
Für die mobile Bestellannahme direkt am Tisch (Funkbonieren) kommen iPhones als Handhelds zum Einsatz. Über ein separat eingerichtetes, stabiles Kassen-WLAN ist die Hauptkasse mit Bondruckern an der Bar und Küchendruckern vernetzt. Dieses mobile System spart Laufwege und optimiert den gesamten Serviceablauf.

Das Orderbird-Kassensystem auf dem iPad und einem iPhone für den Kellner
Berichte werden im Online-Portal MY orderbird in der Cloud gespeichert und können daher von überall aus abgerufen werden. Die Software erlaubt zudem das Anlegen von individuellen Mitarbeiterprofilen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten. Die aktuelle App-Version (orderbird PRO 8.x) setzt für den fehlerfreien Betrieb und die Aktivierung der gesetzlich vorgeschriebenen Online-TSE mindestens iOS 17 bzw. iPadOS 17 voraus.
Die integrierten Software-Pakete starten ab 99,90 € im Monat (Paket S, inkl. Service-Lizenz, Onboarding, Support und integrierter Online-TSE). Hinzu kommen Transaktionsgebühren bei Zahlungen mit Kreditkarte oder Girocard. Hardware-Komponenten wie iPads oder Kartenleser werden in der Regel separat erworben.
Es gibt vorteilhafte Tarife, wenn man mehr als das Basis-„Paket S“ benötigt: Das „Paket M“ beinhaltet das Kassenbuch sowie das Gutscheinsystem und erlaubt die Nutzung auf zwei Geräten. Das „Paket L“ hingegen ermöglicht die Nutzung auf drei Geräten und integriert zusätzlich das Reservierungssystem.
Orderbird beinhaltet eine vereinfachte Steuerung des Gang-Ablaufs. Das Servicepersonal weist das Produkt manuell den Gängen 1, 2 oder 3 zu. Es gibt zwar keine automatische Zuweisung wie bei ready2order, dafür ist diese Lösung jedoch flexibler.
| Orderbird-Kosten (zzgl. MwSt.) | |
|---|---|
| Software-Lizenz | Paket S 99 €/ Monat Paket M 139,90 €/Monat Paket L 169,90 € /Monat |
| Hardwarepaket | ab 294 € |
| Mobiles Kartenterminal | Kauf:299 € (1,29 % pro Transaktion) |
| QR-Code Bestellung | 39,90 € /Monat |
| Reservierungssystem | 59, 90 € /Monat (im Paket L enthalten) |
| Kassenbuch | 19,90 € /Monat (im Paket M und L enthalten) |
Orderbird bietet eine Funktion, die ready2order und SumUp fehlt: die Online-Reservierung mit automatischen Erinnerungs-Emails und automatischer Tischzuweisung. Auch das integrierte digitale Menü von Orderbird wird von ready2order nicht angeboten.
ready2order ist ursprünglich eine Software für den Einzelhandel. Daher eignet sie sich besser für hybride Konzepte wie eine Kombination aus Gastronomie und Feinkostladen als Orderbird und ist zudem hardwareseitig offener aufgestellt.
Was die Kartenzahlung betrifft, handelt es sich bei Orderbird um ein geschlossenes System – genau wie bei Lightspeed und SumUp –, da ausschließlich die eigenen Terminals mit dem Kassensystem kompatibel sind.
Fazit: Orderbird PRO bietet eine recht umfassende und transparente Softwarelösung, die speziell für die Gastronomie entwickelt wurde. Sie ist etwas funktionsreicher als SumUp und ready2order, bleibt jedoch auf Apple-Geräte beschränkt und ist – genau wie SumUp – ein geschlossenes System, was die Zahlungsterminals betrifft. Mit Lightspeed kann sie jedoch nicht konkurrieren.
Integration von Zahlungslösungen: Orderbird
Kann man das Kassensystem vor dem Abonnement testen? Orderbird bietet eine kostenlose Demo an, bei der das Kassensystem von einem Orderbird-Berater persönlich vorgestellt wird.
Am besten für: Kleine Gastronomien ohne oder mit wenige Tischen geeignet, da weder eine Tischverwaltung noch eine Rechnungsteilung angeboten wird.
Preise: persönliches Angebot nur auf Anfrage
Kompatibilität: iPad (ab iOS 15), Mac (macOS 13.0). Nur die von Tillhub vertriebenen Android-Geräte sind kompatibel. Die geräteabhängige App „Orderpro“ ist mit Android 8 und iOS 15 kompatibel.
Vorteile: Integration mit Shopify und WooCommerce, Reservierungsmodul, Lagerbestandswarnungen. Finanzamtkonform (GoBD und KassenSichV ).
Nachteile: Kein Offline-Modus, intransparente Preisgestaltung, Cloud-TSE muss separat bezahlt werden. Zahlungsabwicklung nur über Unzer möglich.

Tillhub hat einige Gemeinsamkeiten mit ready2order. Ursprünglich handelt es sich um ein universelles Kassensystem, das in verschiedenen Versionen angeboten wird, darunter eine für die Gastronomie. Aufgrund der erweiterten Funktionen ähnelt es jedoch eher Orderbird PRO.
Seit der Übernahme durch Unzer profitiert Tillhub von der Integration in ein Ökosystem, das auch E-Commerce und Zahlungsterminals umfasst. Dank der von Unzer entwickelten Module lässt sich die Kasse mit Shopify und WooCommerce verknüpfen.
Somit ist es eine passende Lösung, wenn man von Beginn an – sei es bei der Gründung eines Restaurants oder eines Gastronomie-Feinkostladens – auf Click & Collect oder Online-Verkauf setzt. Der Grund dafür: Es gibt nur einen einzigen Lagerbestand, der automatisch aktualisiert wird.
Zudem ist es eine praktische Lösung, um Android- oder Apple-Smartphones dank der App „Orderpro“ in ein Bestellterminal zu verwandeln. Darüber hinaus vertreibt Tillhub komplette Registrierkassen auf iPad- oder Android-Basis.
Tillhub bietet mehrere stationäre und mobile Zahlungsterminals an, darunter das POS GO von Unzer, das auf einem PAX A920 basiert. Wie bei ready2order ist dieses Terminal dafür geeignet, eine Kassensoftware völlig autark zu betreiben.

Das Tillhub-Kassensystem mit Kundendisplay am Tabletständer
Die Transaktionsgebühren betragen 1,29 % – genau wie bei Orderbird – und liegen damit leicht unter den 1,39 % von SumUp.
Der Zugriff auf die Gastronomie-Kassenlösung ist entweder über die Website von Tillhub oder über die von Unzer möglich. Letztere ist moderner gestaltet und bietet attraktive Pakete ab 99 €/Monat zzgl. MwSt., die eine Kasse mit Doppelbildschirm, ein Terminal und Zubehör beinhalten.
Bei Tillhub werden die Preise für die Terminals nicht mehr direkt angezeigt. Basierend auf dem kombinierten Kassen- und Terminal-Angebot von Unzer lassen sich jedoch komplette Kassensysteme finden.
Die TSE-Kompatibilität ist für 139 €/Jahr zzgl. MwSt. (entspricht 11,58 €/Monat) verfügbar. Wie bei ready2order ist diese gesetzlich vorgeschriebene Funktion nicht im Grundpreis enthalten. Der DATEV-Export des Kassenbuchs ist hingegen inklusive.
Die Benutzeroberfläche ist visuell gut gelungen. Besonders positiv fallen das integrierte Reservierungsmodul und dessen nahtlose Anbindung an den Tischplan auf.
Im Bereich der Lagerverwaltung ähnelt Tillhub/Unzer Gastronomie stark Lightspeed: Es bietet automatische Warnmeldungen und Nachbestellungen bei Lieferanten sowie die Möglichkeit, die Bestände basierend auf den einzelnen Zutaten der Gerichte automatisch anzupassen.
| Tillhub-Kosten | |
|---|---|
| Software-Lizenz | persönliches Angebot auf Anfrage |
| Unzer Gastro-Kassen-Bundle (Kassensoftware, Kartenterminal, Orderpro+-software) | 99 € /Monat |
Gleiches gilt für den Offline-Modus, den man ansonsten nur bei Lightspeed und Orderbird findet. Es gibt jedoch keinen lokalen Server, weshalb aufgrund von potenziellen Verlangsamungen nicht mehr als rund fünfzehn Geräte gleichzeitig betrieben werden können.
Allerdings ist Tillhub im Vergleich zu Lightspeed bei der Tischverwaltung etwas einfacher gestrickt (keine Etagen- oder Sitzplatzverwaltung). Auch der Küchenbildschirm ist schlichter, da es sich hierbei nicht um eine interaktive Version handelt.
Zudem bietet Tillhub keine Schnittstelle zur Hotelmanagement-Software (PMS).
Alles in allem handelt es sich um eine robuste und interessante Lösung, die eine echte Alternative zu Orderbird darstellt. Dank der einheitlichen Cloud-Infrastruktur von Unzer zentralisiert Tillhub die Filialsteuerung, aggregiert über 50 statistische Berichte in Echtzeit und ermöglicht so eine einfache Verwaltung von Gastro-Franchises. Schade ist nur, dass die Preisgestaltung recht intransparent ausfällt.
Wir gehen davon aus, dass die Marke Tillhub schrittweise in Unzer aufgehen wird. Für aktuelle Tarife und Neuerungen empfiehlt es sich daher unserer Meinung nach, direkt die Website von Unzer zu besuchen.
Integration von Zahlungslösungen: Unzer.
Kann man das Kassensystem vor dem Abonnement testen? Es gibt die Möglichkeit, einen Termin mit einem Tillhub-Mitarbeiter zu vereinbaren, der das Kassensystem online über den Bildschirm präsentiert.

