Ein Kartenterminal im Taxi ist in einigen deutschen Städten wie Berlin seit einigen Jahren Pflicht. Vorgeschrieben ist die Akzeptanz von drei gängigen Kreditkarten. Da die girocard (früher EC-Karte) in Deutschland weit verbreitet ist, sollte das Terminal auch diese Karte akzeptieren.
Außerdem müssen Taxifahrer ihren Fahrgästen einen Beleg ausstellen, entweder in Papierform mit einem Belegdrucker oder digital per QR-Code oder SMS.
Taxifahrer brauchen also ein Terminal, das für den mobilen Einsatz geeignet ist. Ein Kreditkarten- und girocard-Terminal für Taxis sollte sich in jedem Fall über 4G (LTE) oder 5G mit dem Internet verbinden können. In diesem Bereich ist die Auswahl. Aber welche Option eignet sich am besten für Taxifahrer?
Unsere Top-Empfehlungen für Kartenterminals im Taxi:
| Terminal | Preis* | Laufende Kosten* | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Kauf: 49 € bis 75 € | Monatliche Grundgebühr: Basic: 0 € Plus: 19 € Transaktionsgebühren: Basic: 1,39 % Plus: 0,79-1,39 % |
Kompakt und benutzerfreundlich | |
| Kauf: 179 € | Monatliche Grundgebühr: One: 0 € Plus: 19 € Pro: 39 € Transaktionsgebühren: One: 1,29-2,69% Plus: 0,89-2,49% Pro: 0,79-2,49% |
Europaweit einsetzbar. Sofortige Auszahlung. Taxi-Apps | |
| Kauf: 29 / 79 € (Normalpreis 79 €) |
1,39 % | Transparentes Gebührenmodell | |
| Kauf: 550 € bis 650 € Miete: 15 € bis 25 €/Monat |
Verhandelbar | Zuverlässig und robust | |
| Miete: 16 € bis 22 €/Monat | Verhandelbar | Gutes Mittelklasse-Android-Terminal |
* Preise exklusive MwSt.


Für 75 € (zzgl. MwSt.) können Sie das SumUp Solo mit Bondrucker hier kaufen.
Die Transaktionsgebühr beträgt 1,39 % für alle Karten, einschließlich Business- und Nicht-EU-Karten. Das kann für Taxis in touristischen Gebieten ein Vorteil sein, da dort häufiger ausländische oder geschäftliche Karten zum Einsatz kommen.
Wenn Kunden häufig mit europäischen Verbraucherkarten bezahlen, kann sich der Tarif Zahlungen Plus für 19 € pro Monat lohnen. Damit sinken die Gebühren für diese Karten auf 0,79 %. Je nach Kartenmix rechnet sich das Modell ab einem monatlichen Kartenumsatz von etwa 3.200 bis 3.500 €.
Foto: Emmanuel Charpentier (EC), Mobile Transaction

Das SumUp Solo mit Drucker ist klein und kompakt – also perfekt fürs Taxi geeignet.
Zahlungen werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen automatisch und ohne Aufpreis auf Ihr Bankkonto überwiesen.
Wer sein Geld schneller zur Verfügung haben möchte, sollte sich das kostenlose SumUp-Geschäftskonto ansehen. Damit haben Sie bereits am nächsten Tag Zugriff auf Ihre Einnahmen – selbst am Wochenende.
SumUp bietet zusätzlich eine kostenpflichtige Aboversion mit Unterkonten an. Für viele Unternehmer reicht jedoch die kostenlose Version aus: Sie können damit Überweisungen tätigen und mit der kostenlosen Mastercard bezahlen.
SumUp-Terminals akzeptieren kontaktlose Zahlungen sowie Chipkarten mit PIN von Visa, Mastercard, American Express, Discover, JCB und UnionPay. Auch Zahlungen über die mobilen Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay sind möglich.
Besonders praktisch: SumUp akzeptiert alle Girocards – auch ältere Karten ohne Visa- oder Mastercard-Logo.
Akzeptierte Karten
Dank der großen Auswahl an akzeptierten ausländischen Karten eignet sich das Terminal besonders für Taxifahrer mit vielen internationalen Fahrgästen.
Mit dem Solo können Sie übrigens auch digitale Quittungen per Mail oder SMS versenden.
Der SumUp-Kundensupport ist werktags zwischen 9 und 20 Uhr und am Wochenende zwischen 9 und 18 Uhr erreichbar.
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Das myPOS Flexi bietet Funktionen, die für Taxis besonders praktisch sind. Eine SIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen wird mitgeliefert. Außerdem lässt sich das Terminal in allen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) nutzen.
Sie können beispielsweise eine Fahrt in Deutschland annehmen und den Fahrpreis in Österreich oder Polen abrechnen – und umgekehrt. Für Taxiunternehmen in Grenzregionen ist das besonders praktisch.
Ebenfalls interessant: Das Android-Terminal bietet Zugriff auf einen AppMarket mit speziellen Apps für das deutsche Taxigewerbe. Dazu gehören unter anderem com4cab, welches das Fahrtenvermittlungssystem der Firma GefoS nutzt, Taris Driver mit eigener Dispositionssoftware sowie die App von Taxi.de.
Zudem verfügt das myPOS Flexi über einen integrierten Drucker, mit dem sich Kartenzahlungsbelege direkt ausdrucken lassen. Mit einem Preis von 179 € zzgl. MwSt. plus 15 € Versand ist das Terminal vergleichsweise günstig.
myPOS akzeptiert zahlreiche ausländische Karten, darunter chinesische und japanische Karten sowie American Express und Discover. Das ist in touristischen Gebieten ein Vorteil. Alle Girocards, auch Karten ohne Co-Badging, werden akzeptiert.
Zahlungen werden sofort auf das myPOS-E-Geld-Konto gutgeschrieben. Das Konto hat eine irische IBAN, die sich für SEPA-Überweisungen in Deutschland nutzen lässt.
Akzeptierte Karten
Über die kostenlose Business-Visa-Karte haben Sie sofort Zugriff auf Ihre Einnahmen und können das Guthaben direkt für Einkäufe verwenden. Eine Überweisung vom E-Geld-Konto auf Ihr reguläres Bankkonto kostet 4 € pro Auszahlung.
Die Transaktionsgebühren hängen vom gewählten Kontomodell ab. Zur Auswahl stehen One (kostenlos), Plus und Pro.
| One | Plus | Pro | |
|---|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr | 0 € | 19 € | 39 € |
| Girocard, inländische und EWR-Verbraucherkarten |
1,29 % | 0,89 % | 0,79 % |
| Andere Karten | 2,69 % | 2,49 % | 2,49 % |
Die kostenpflichtigen Tarife Plus und Pro bieten eine höhere Anzahl an Überweisungen und Abhebungen, zusätzliche Karten und niedrigere Transaktionsgebühren. Wenn Kunden überwiegend mit deutschen Karten zahlen, lohnt sich der Plus-Tarif ab einem monatlichen Umsatz von etwa 4.800 €.
Die Einrichtung des mobilen Kartenterminals von myPOS ist nicht so einfach wie bei SumUp oder PayPal. Dafür ist der Verwaltungsaufwand etwas höher: Unter anderem müssen Sie einen Videoanruf zur Identitätsprüfung durchführen. Positiv ist der rund um die Uhr erreichbare Kundensupport für Deutschland.


Der PayPal Reader ist ein weiteres preiswertes mobiles Kartenlesegerät. Er funktioniert nur in Verbindung mit einer App auf einem Smartphone oder Tablet.
Neben dem Anschaffungspreis fallen lediglich Gebühren von 1,39 % pro Transaktion an. Die Gebühr gilt unabhängig von der Kartenart.
PayPal akzeptiert mehr Kredit- und Debitkarten als die anderen hier vorgestellten Kartenlesegeräte. Dazu gehören Visa, V PAY, Mastercard, Maestro, American Express, Discover, Diners Club, UnionPay und JCB. Außerdem sind Zahlungen mit den digitalen Wallets Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay möglich.
Die Einnahmen werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen direkt auf das Bankkonto überwiesen. Auszahlungsgebühren fallen nicht an.
Achtung: Der PayPal Reader akzeptiert keine reinen Girocards ohne Visa- oder Mastercard-Logo.
Akzeptierte Karten
Der Kartenleser verbindet sich per Bluetooth über die PayPal POS App mit iPhones, iPads, Android-Handys und -Tablets .
Die Bedienung ist einfach: Man tippt Fahrpreis in der App ein, der Kartenleser schaltet sich ein. Dann kann der Kunde kontaktlos oder mit Karte bezahlen.
Quittungen lassen sich direkt über die App per E-Mail oder SMS verschicken. Alternativ können Sie einen mobilen Bondrucker von Star Micronics oder Bixolon für Papierquittungen anschließen.
Die Point-of-Sale-App von PayPal bietet ein einfaches Kassensystem. Auch Trinkgeld lässt sich direkt über den Reader eingeben.
Fahrgäste können am Terminal sowohl ihre Fahrt bezahlen als auch Trinkgeld geben.
Eine Halterung zur Befestigung des PayPal Readers im Fahrgastraum ist vom Hersteller nicht erhältlich. Daher sollten Sie das Gerät am besten in der Hand halten, wenn Sie es benutzen.


Das Move 5000 ist ein modernes Kartenterminal mit integriertem Drucker, das vom Weltmarktführer Ingenico vertrieben wird. Es wird mit einer SIM-Karte geliefert und ist daher gut für den Einsatz im Taxi geeignet.
Im Gegensatz zu den Geräten etwa von PayPal oder SumUp muss man sich bei diesem Terminal jedoch einen separaten Zahlungsdienstleister suchen, der die Zahlungen abwickelt. Auch Banken bieten diesen Service an.
Sie können das Ingenico Move 5000 also direkt über die Bank oder den Zahlungsdienstleister erwerben. Auch die Miete des Geräts ist möglich. Der Finanzdienstleister Nexi (ehemals Concardis) bietet das Gerät zum Beispiel an.
Die Transaktionsgebühren lassen sich in der Regel aushandeln. Diese können vom Umsatz oder von der Zahlungsart abhängen.
Fotos: Ingenico

Mit dem Move 5000 können Taxifahrer EC-Karten, Kreditkarten und Zahlungen mit dem Smartphone annehmen.
Das Move 5000 verfügt über einen Farbtouchscreen, der sich mit dem Finger oder einem Stift bedienen lässt. Für die Internetverbindung nutzt das Terminal 4G.
Akzeptierte Karten
Hängen von der Bank beziehungsweise dem Zahlungsdienstleister ab, über den man das Angebot bezieht.
Außerdem ist das Ingenico Move 5000 GPS-fähig. Das ist vor allem für Apps relevant, die Informationen zum Standort verarbeiten.
Das Move 5000 akzeptiert girocards und Kreditkarten – auch kontaktlos – sowie Zahlungen über mobile Wallets auf dem Smartphone.
Welche Karten und Wallets tatsächlich unterstützt werden, hängt vom jeweiligen Akzeptanzvertrag und dem Angebot des Zahlungsdienstleisters ab.


Das PAX A920 ist ebenfalls ein autonomes WLAN-/4G-Terminal. Je nach Anbieter wird eine SIM-Karte mitgeliefert, sodass Sie Zahlungen auch unterwegs annehmen können.
Wie bei den Ingenico-Terminals müssen Sie auch für das PAX A920 einen Dienstleister finden, der die Zahlungen abwickelt. Vergleichen Sie am besten die Angebote von Banken, Acquirern, Network-Service-Providern und unabhängigen Vergleichsportalen.
Foto: Mobile Transaction

Ein bekannter Network-Service-Provider ist Telecash (First Data). Das Unternehmen gehört zu den Netzbetreibern im EC-Cash-System und wickelt unter anderem auch Kreditkartenzahlungen ab.
Telecash bietet das PAX A920S auf seiner Website an, nennt Preise und Tarife jedoch nur auf Anfrage.
Das TFT-Farbdisplay mit Touchfunktion hat eine Auflösung von 720 × 1.280 Pixeln. Für die Datenübertragung kann das Terminal entweder 4G oder WLAN nutzen.
Belege lassen sich über den integrierten Drucker direkt am PAX A920 ausdrucken.
Ein Unterschied zum Move 5000: Das PAX A920 verfügt über einen großen Touchscreen ohne physisches Tastenfeld. Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz, während das Ingenico-Modell mit Linux läuft. Dadurch lassen sich auf dem PAX A920 auch spezielle Taxi-Apps installieren.
Akzeptierte Karten
Hängen von der Händlerbank beziehungsweise dem Zahlungsdienstleister ab.
Auf der Telecash-Website ist aufgeführt, welche Karten der Zahlungsdienstleister akzeptiert. Zu den akzepzierten Kreditkarten gehören Visa, Mastercard, American Express, Diners Club, Discover, UnionPay und JCB.
Auch die deutsche girocard wird akzeptiert, ebenso wie kontaktlose Zahlungen mit Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.
Auch kontaktlose Zahlungen mit der Prepaid-Funktion der girocard (girogo) sind möglich. Dabei werden Maestro sowie Mastercard und Visa unterstützt.
Telecash bewirbt das PAX A920 speziell für den Einsatz in Taxis. Nach Angaben des Anbieters lassen sich Zahlungen den einzelnen Fahrzeugen zuordnen. Das ist insbesondere für Unternehmen mit einer Taxiflotte interessant.