Vorteile: Einfach einzurichten, sogar über das Smartphone. Ohne Abo.
Nachteile: Beschränkte Personalisierungsmöglichkeiten. Hohe Transaktionsgebühren.
Ideal, wenn: Sie sofort mit einem Onlineshop loslegen wollen und bereits Kunde bei SumUp sind.
Preisgestaltung: Kein Abo notwendig
Für den SumUp Onlineshop gibt es weder ein Abo noch eine Mindestvertragslaufzeit.
Für jede Bestellung über den Onlineshop berechnet SumUp eine Transaktionsgebühr von 2,5 Prozent.
Das Zahlungs-Gateway von SumUp ist ideal für alle, die es unkompliziert mögen. Die Transaktionsgebühr von 2,5 Prozent gilt für alle kompatiblen Kredit- und Debitkarten – unabhängig von der Kartenart. Für Privat- und Firmenkundenkarten berechnet SumUp denselben Satz.
Akzeptierte Zahlungsmethoden
Die Einnahmen werden innerhalb von zwei bis drei Werktagen kostenlos auf Ihr Bankkonto überwiesen – oder bereits am nächsten Tag auf Ihr SumUp-Geschäftskonto.
Vorteil: Transparente Preisstruktur auf Umsatzbasis.
Nachteil: Vergleichsweise teuer, wenn überwiegend Zahlungen mit Privatkundenkarten abgewickelt werden.
Anders als bei Zahlungen vor Ort unterstützt der SumUp Onlineshop auch PayPal. Dafür benötigen Sie ein PayPal-Business-Konto. Das ist ein Vorteil, da viele Online-Käufer PayPal mit einem hohen Sicherheitsstandard verbinden. Allerdings fallen für PayPal-Zahlungen etwas höhere Transaktionsgebühren an.
Fordert ein Kunde eine Rückerstattung an, ist diese kostenlos, sofern Ihr SumUp-Guthaben ausreicht. Andernfalls bucht SumUp den Erstattungsbetrag einschließlich einer Gebühr von Ihrem Bankkonto ab.
LESEN SIE AUCH: SumUp im Test
Verlangt ein Kunde die Rückbuchung einer Transaktion direkt beim Kartenaussteller (Chargeback oder Rücklastschrift), fordert SumUp Sie auf, die dadurch entstehenden Kosten in Höhe von 10 Euro zu übernehmen.
Registrierung
Der Registrierungsprozess ist einfach und intuitiv gestaltet. Man öffnet die Website von SumUp, klickt auf „Jetzt starten“ und gibt seine persönlichen Daten, Unternehmensdaten sowie eine Bankverbindung für Auszahlungen ein. Das hinterlegte Konto muss ein Geschäftskonto bei einer deutschen Bank sein.
Während der Registrierung empfiehlt SumUp den Kauf des SumUp Solo Lite, eines der verfügbaren Kartenterminals. Dieser ist jedoch nicht verpflichtend.
Die Registrierung ist in wenigen Minuten erledigt, sofern man seine Handelsregisternummer oder Steuernummer zur Hand hat. Anschließend prüft SumUp das angegebene Konto, was etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Zahlungen können Sie jedoch bereits während dieser Prüfung annehmen.
Erstellung des Onlineshops
Die Erstellung des Onlineshops erfolgt über die SumUp Business App. Sie können entweder einen Shop von Grund auf neu erstellen oder einen bestehenden Produktkatalog übernehmen, wenn Sie bereits eines der SumUp-Kartenterminals nutzen.
Für Testzwecke haben wir einen Shop auf einem Samsung Galaxy 9 erstellt.
Nachfolgend sehen Sie Screenshots aus der SumUp-App.
Screenshot: Mobile Transaction

Der Onlineshop erreichen Sie über den Menüpunkt „Tools“.
Sie können Ihren Onlineshop entweder wie wir direkt auf dem Smartphone erstellen oder einen Produktkatalog über die Weboberfläche anlegen und diesen später in der App in einen Onlineshop umwandeln.
Das Ergebnis ist in beiden Fällen identisch: Die im Onlineshop verfügbaren Produkte lassen sich sowohl vor Ort als auch über die SumUp-App verkaufen.
Screenshot: Mobile Transaction

Produkte bearbeiten in der App: Die neue Version bietet mehr Optionen als die alte.
Bevor Sie Produkte hinzufügen, sollten Sie zunächst Kategorien anlegen. Produktbilder können Sie entweder direkt mit dem Smartphone aufnehmen oder über die Weboberfläche in den Produktkatalog hochladen. Für jedes Produkt lassen sich ein Name, eine Beschreibung, ein Farbcode, der Mehrwertsteuersatz, Preise sowie Varianten (z. B. Größe oder Farbe) hinterlegen.
Screenshot: Mobile Transaction

Der letzte Bereich der Artikelbearbeitung.
Neue Artikel können Sie per Knopfdruck für den Onlineverkauf freischalten.
Außerdem bietet SumUp ein Feld für das Produktgewicht, das Sie für die Berechnung der Versandkosten nutzen können.
Screenshot: Mobile Transaction

Die Bestandsverwaltung für Produkte ist nur verfügbar, wenn Sie diese Option aktiviert haben.
Seit Kurzem bietet der SumUp Onlineshop auch eine Bestandsverwaltung. Darin werden die verfügbaren Bestände der einzelnen Artikel verwaltet.
Screenshot: Mobile Transaction

Das Einstellungsmenü.
Bevor der Shop online gehen kann, sind noch einige weitere Schritte erforderlich.
Neben der Bearbeitung von Produkten und Steuersätzen können Sie noch Folgendes in den Einstellungen anpassen:
Die Sprache des Shops lässt sich in den Einstellungen ändern. Einen mehrsprachigen Onlineshop unterstützt SumUp bislang jedoch nicht.
Kunden sehen den Shop ausschließlich in der ausgewählten Sprache. Auch Artikelbeschreibungen lassen sich nur in einer Sprache hinterlegen. SumUp hält den Funktionsumfang damit bewusst schlank – angesichts des kostenlosen Angebots ist das jedoch nachvollziehbar.
Wir finden, dass eine URL mit dem Namen von SumUp wenig professionell wirkt. Sie ist zu anfang ausreichend, aber langfristig empfehlen wir, eine Domain zu registrieren und mit dem Shop zu verknüpfen. Das kostet zwischen 10 und 20 Euro pro Jahr.
Screenshot: Mobile Transaction

Die Einstellungsoberfläche ist für Mobilgeräte optimiert
Nicht vergessen: Auf die Schaltfläche „Speichern“ klicken, da Ihre Einstellungen sonst nicht übernommen werden.
Die Benutzeroberfläche ist bewusst einfach gehalten. Die Webversion des Backoffice benötigen Sie dafür nicht – alle Einstellungen lassen sich direkt in der App vornehmen.
Die Shopeinstellungen und das Design der Seiten sind minimalistisch gehalten – ganz im Stil der SumUp-App.
Positiver Nebeneffekt: Die Seiten laden extrem schnell.
In unserem neuen Test im Jahr 2026 war die Fußzeile, die Links zu den AGBs und dem Kontaktformular enthält, immer noch auf Englisch, jedoch lässt sie sich mittlerweile manuell bearbeiten.
Wie der E-Shop funktioniert
Ist die Konfiguration des Shops abgeschlossen, müssen Sie im Menü „Übersicht“ auf „Veröffentlichen“ klicken. Vorher wird der Shop als „Private Website“ im Dropdown-Menü angezeigt. Nun ist der Shop live und Sie können die URL mit Kunden teilen!
Für unseren Test haben wir die URL meine-test-baeckerei.sumupstore.com gewählt. So sieht unser Test-Shop auf einem Smartphone aus. Inhaltlich entspricht er dem Bereich „Kasse“ der SumUp-App, die Darstellung unterscheidet sich jedoch:
Screenshot: Mobile Transaction

Vorschau des Onlineshops nach der Personalisierung.
Der Onlineshop zeigt nur Artikel an, die Sie zuvor für den Onlineverkauf freigegeben haben. Umgekehrt können Sie Produkte aus dem Verkauf nehmen, ohne sie aus dem Produktkatalog zu löschen.
Screenshot: Mobile Transaction

Die Artikelliste ist im „Archiv“ verfügbar.
Kunden können auf ein Produkt klicken, eine Variante auswählen und sie in den Warenkorb legen – genau wie in jedem anderen Onlineshop.
Auf der Bestellseite kann man Artikel entfernen, Mengen anpassen sowie zwischen einer kostenlosen Abholung im Laden und einem kostenpflichtigen Versand wählen.
Screenshot: Mobile Transaction

Hinzufügen eines Artikels zum Warenkorb.
Screenshot: Mobile Transaction

Auswahl der Variante.
Auf der nächsten Seite wird der Kunde nach seinen Kontaktdaten gefragt – und nach seiner Adresse wenn er sich für den Versand entschieden hat. Anschließend muss er seine Zahlungsdaten angeben.
Positiv ist zudem die integrierte Opt-in-Funktion. Über ein Kontrollkästchen können Kunden der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu Marketingzwecken zustimmen. Eine solche Einwilligung ist für den rechtssicheren Aufbau einer E-Mail-Datenbank unerlässlich.
Screenshot: Mobile Transaction

Beispiel eines Warenkorbs.
Screenshot: Mobile Transaction

Online-Zahlungsseite von SumUp.
War die Transaktion erfolgreich, erhält der Kunde eine Bestellbestätigung per E-Mail – auf Wunsch auch per SMS.
Auf dem Beleg sind die Versandkosten oder der Hinweis auf eine Abholung im Geschäft vermerkt. Die Adresse der Abholstelle erhält der Kunde ebenfalls per E-Mail.
Im SumUp-Backoffice erscheint die Bestellung in der Transaktionsliste unter dem Verwendungszweck „Online Store“, gefolgt von der Bestellnummer.
Screenshot: Mobile Transaction

Zugriff auf die Bestellliste über die App.
Die Bestellliste findet man sowohl in der App als auch über die Website sumup.me.
Bestellungen sind nach Datum sortiert. Das Label „Unvollständig“ kennzeichnet Bestellungen, die noch nicht abgeholt oder verschickt wurden. Um die Details einer Bestellung einzusehen oder ihren Status zu ändern, klicken Sie auf den entsprechenden Eintrag. Dort sehen Sie folgende Labels:
- Unvollständig
- Bereit zur Abholung
- Versendet
Den Versanddienstleister wählen Händler selbst aus. Auch die Versandetiketten müssen eigenständig erstellt werden. Für kleinere Händler ist das in der Regel völlig ausreichend.
Eine Verbesserung gegenüber der ersten Version des Shops: Über eine Tracking-URL lässt sich der Lieferstatus direkt über die Bestellverwaltung einsehen.
Eine weitere Neuerung: Eine Exportfunktion für Bestellungen. In unserem Test ließ sich diese jedoch nicht nutzen – der Export funktionierte überhaupt nicht.
Versand und Rückgaben
Neu seit Juni 2026: Die Einführung eines Retourenportals für Kunden. Die Funktion lässt sich bei Bedarf deaktivieren. Händler, die ausschließlich Click & Collect anbieten, können Rückgaben so auf das Geschäft beschränken.
Screenshot: Mobile Transaction

Auswahl der Rückgabegründe auf der speziellen SumUp-Seite
Es gibt mittlerweile zahlreiche Optionen für Versand und Abholung. Man kann beispielsweise auc eine Abholstelle mit entsprechenden Öffnungszeiten sowie verschiedene Versandoptionen festlegen – einschließlich der Möglichkeit, die Versandkosten je nach Postleitzahl oder Bestellwert zu staffeln.
Nach wie vor fehlt eine Anbindung an Versanddienstleister wie Packlink, Sendcloud, DHL oder Hermes. Versandetiketten müssen daher weiterhin manuell erstellt werden.
Der SumUp-Onlineshop wird zwar Schritt für Schritt professioneller, das SumUp-Ökosystem bleibt jedoch weiterhin weitgehend geschlossen.
SEO und Marketing
Was die Suchmaschinenoptimierung (SEO) betrifft, verfügen mittlerweile alle Seiten über eine anpassbare Meta-Beschreibung und einen editierbaren Title-Tag. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber unserem Test Ende 2023.
Dadurch haben Sie volle Kontrolle über den Title-Tag, der bei Suchmaschinen angezeigt wird. Die Meta-Beschreibung dient Google zwar als Orientierung, wird in den Suchergebnissen jedoch häufig automatisch angepasst oder ersetzt. Umso wichtiger ist ein aussagekräftiger Titel, der zum Suchverhalten potenzieller Kunden passt.
Neu ist außerdem die Möglichkeit, ein Google-Analytics-Tag einzubinden. Dafür hinterlegen Sie einfach die entsprechende ID. Anschließend kann der Shop ein individuelles Tracking-Skript laden, das direkt über Google verwaltet wird.
So lassen sich Interaktionen im Onlineshop – etwa Klicks auf den Warenkorb – detailliert auswerten. Diese Daten können dabei helfen, Marketingmaßnahmen gezielt zu optimieren.
LESEN SIE AUCH: Wie kann ich Click & Collect als kleines Unternehmen anbieten?
Ähnliches gilt für das Meta Pixel, das Ihnen dabei hilft, die Wirkung Ihrer Facebook- und Instagram-Werbeanzeigen besser auszuwerten.
Ein kleiner Nachteil: Es gibt keine direkte Social-Media-Integration. Man kann also nicht automatisch einen Facebook- oder Instagram-Shop erstellen. Sie müssen Ihre Artikel-Seiten daher manuell teilen. Die Links zu Ihren Social-Media-Auftritten sind jedoch im Fußbereich der SumUp-E-Shop-Seiten eingebunden.
Wichtig: Tracking-Codes können die Ladezeit von Websites erhöhen. Aus unserer Sicht überwiegen dennoch die Vorteile dabei deutlich – insbesondere bei Google Analytics oder dem Google Tag, wenn Sie nachvollziehen möchten, wie Besucher Ihren Onlineshop nutzen.
Zudem lässt sich dank der von SumUp integrierten Opt-in-Schaltfläche bei der Bestellung die E-Mail-Liste der Kunden über die Webversion des Backoffice völlig legal für Marketingaktionen exportieren.
Unser Fazit: Vor allem für bestehende SumUp-Kunden interessant
Zunächst die positiven Aspekte: Der Onlineshop lässt sich einfach und schnell über ein Smartphone einrichten und erfordert kein Abo. Es handelt sich jedoch nicht um einen komplett kostenlosen Service, da eine Gebühr von 2,5 Prozent auf die Verkäufe erhoben wird.
Die einheitliche Gebührenstruktur macht die Kosten leicht kalkulierbar. Jedoch bietet sie nicht immer die günstigste Lösung – vor allem, wenn überwiegend Zahlungen mit privaten Debit- oder Kreditkarten eingehen.
Auch bei den Zahlungsarten gibt es Einschränkungen. Neben SumUp steht lediglich PayPal zur Verfügung, dessen Transaktionsgebühren in der Regel noch höher ausfallen. Wer weitere Zahlungsdienstleister integrieren möchte, muss auf eine andere E-Commerce-Plattform ausweichen.
Im Vergleich mit etablierten Shop-Systemen wie Shopify oder Wix bleibt der Funktionsumfang begrenzt. Es fehlen unter anderem eine Anbindung an Versanddienstleister, Integrationen mit sozialen Netzwerken und Marktplätzen, ein mehrsprachiger Shop sowie weitreichende Möglichkeiten zur Gestaltung des Designs.
Am ehesten lässt sich der SumUp Onlineshop mit dem Angebot von Square vergleichen. Beide Anbieter setzen auf ein geschlossenes Ökosystem. Nach unseren Erfahrungen bietet Square jedoch deutlich mehr Möglichkeiten zur Personalisierung und verfügt zudem über einen App-Marktplatz, über den sich Funktionen einfach nachrüsten lassen.
Empfehlenswert ist der SumUp Onlineshop daher vor allem für Händler, die bereits andere SumUp-Dienste nutzen oder das gesamte Ökosystem des Anbieters einsetzen möchten, da das Unternehmen mit seinem kostenlosen Geschäftskonto und den Kartenterminals punkten kann.