Vom Onlineshop-Erstellen sollte man sich nicht entmutigen lassen, denn mit den heute verfügbaren Website-Baukästen können Sie Ihr Geschäft im Internet innerhalb von einem Tag eröffnen.

Früher war es so, dass E-Commerce-Websites stückchenweise erstellt werden mussten. Folgende Teilschritte mussten Onlinehändler erledigen, bevor sie ihren Onlineshop eröffnen konnten:

  • Domainname/ URL: separat registriert und mit einer Website verlinkt

  • Webhosting: rund um die Uhr gemieteter Speicherplatz auf einem Server für den Betrieb der Website

  • SSL-Zertifikat: erkennbar am Vorhängeschloss-Symbol neben der URL, unter anderem zur Absicherung der Eingabe von Zahlungsdaten auf Ihrer Website

  • Online-Zahlungssystem: Bezahlschnittstelle des Zahlungsabwicklers, installiert auf der Website

  • Software zur Website-Erstellung: Plattform, auf der Sie die Webseiten erstellen, bearbeiten und gestalten

  • Designvorlagen: vorgefertigte Website-Themen für das Design des Internetauftritts

  • Wachstumsfunktionen: integrierte Funktionen wie Social-Media-Share-Buttons und Besucheranalysen

Für einen von Grund auf neu erstellten Onlineshop kann jeder dieser Schritte immer noch einzeln erledigt werden, aber dies erfordert technisches Know-how und Zeit, um zu lernen, wie man alles miteinander verknüpft.

Wenn Sie einen Onlineshop schnell und ohne große Website-Kenntnisse erstellen wollen, führt der richtige Weg über eine allumfassende E-Commerce-Plattform mit einem vorkonfigurierten Aufbau, in dessen Rahmen alle oder die meisten der notwendigen Bausteine enthalten sind. Anhand der folgenden Schritte erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um morgen mit dem Verkauf dank eines solchen Website-Baukastensystems beginnen zu können.

1. Legen Sie fest, wie Sie online verkaufen möchten

Bevor Sie eine Website zum Verkaufen aufbauen, sollten Sie sich überlegen, was genau Sie von einem Onlineshop erwarten. Denn Ihre Zielvorstellung bestimmt alle erforderlichen Schritte. Es kann Ihnen Zeit und Geld sparen, wenn Sie einfachere Wege berücksichtigen, um online zu verkaufen. Es könnte bessere Lösungen geben, an die Sie noch nicht gedacht haben, aber die Ihren Bedarf vollständig abdecken, ohne dass Sie eine eigenständige Website erstellen müssen.

Folgende Beispiele bieten großartige Möglichkeiten, um online zu verkaufen:

  • Die Listung auf einer Lieferservice-Plattform (nur für Lebensmittelunternehmen) – kann Tage oder Wochen dauern, bis sie genehmigt wird

  • Zahlungslinks, die in SMS, E-Mails, Instant-Messaging-Diensten versendet oder über soziale Netzwerke geteilt werden

  • Telefonische Zahlungen, die Sie in einem Webbrowser für den Kunden bearbeiten

  • „Shop“-Schaltfläche auf Ihrer Facebook-Unternehmensseite

  • Shop-Profil auf Etsy, eBay, Amazon oder einer anderen Verkaufsplattform

  • Hinzufügen eines Shop-Bereiches oder einer „bestellen und abholen“-Seite auf einer bestehenden Website

  • Aufbau eines eigenen Onlineshops mit integrierter Zahlungsabwicklung

Jede dieser Optionen verlangt unter anderem eine andere Vorgehensweise bei der Einrichtung und eigene Lieferoptionen. Zur Erstellung Ihres eigenen Onlineshops etwa ist eine eigene Website nötig, so dass die Einrichtung mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Nutzung bereits existierender Websites. Viele Unternehmen werden jedoch einen eigenen Onlineshop für notwendig erachten, weshalb wir uns im Rahmen der folgenden Schritte auf dessen Erstellung konzentrieren werden.

2. Wählen Sie eine E-Commerce-Plattform

Sie haben also beschlossen, schnell einen Onlineshop zu erstellen. Wenn Sie noch keine Unternehmenswebsite haben, müssen Sie sich zunächst für eine E-Commerce-Plattform mit einem Onlineshop-Baukasten entscheiden, der auf Ihre Art von Geschäft ausgerichtet ist.

Zu den einfachsten Baukastensystemen, die für die meisten Geschäftstypen funktionieren könnten, gehören:

PlattformProduktinformationenMonatliche Gebühren*Link
WixUmfassender Drag-and-Drop-Baukasten, schnellere Erstellung von Websites durch optimierten Baukasten, viele Zusatzfunktionen17 € – 35 €/ Monat
WeeblySehr benutzerfreundlicher Drag-and-Drop-Baukasten, verwaltet Websites jeder Größe sehr gut10 € – 30 €/ Monat
SquarespaceSchöne & einfache Designs mit Schwerpunkt auf Bildern, am besten für Dienstleistungsunternehmen, wenige Integrationsmöglichkeiten, dafür geringere Komplexität17 € – 36 €/ Monat

* Preise exkl. MwSt.

PlattformProduktinformationen
Wix

17 € – 35 €/ M.*


Umfassender Drag-and-Drop-Baukasten, schnellere Erstellung von Websites durch optimierten Baukasten, viele Zusatzfunktionen
Weebly

10 € – 30 €/ M.*


Sehr benutzerfreundlicher Drag-and-Drop-Baukasten, verwaltet Websites jeder Größe sehr gut
Squarespace

17 € – 36 €/ M.*


Schöne & einfache Designs mit Schwerpunkt auf Bildern, am besten für Dienstleistungsunternehmen, wenige Integrationsmöglichkeiten, dafür geringere Komplexität

* monatliche Gebühren, Preise exkl. MwSt.

Wenn Sie auch in Betracht ziehen, Zahlungen persönlich entgegenzunehmen (jetzt oder in Zukunft), sparen Sie Zeit bei einem Anbieter, der auch eine Lösung für Präsenzgeschäfte anbietet. Auf diese Weise können Sie die Produkte Ihres physischen Ladenlokals mit denen im Onlineshop synchronisieren und gleichzeitig sehen, wie die Verkäufe online und im Ladengeschäft laufen.

Dies sind die benutzerfreundlichsten E-Commerce- und Kassensystem-Kombinationen auf dem Markt:

PlattformProduktinformationenMonatliche Gebühren*Link
iZettleEinfache Einrichtung, benutzerfreundlich, bietet Ihnen eine Vielzahl von Funktionen, ohne Sie zu überfordern, niedrige PayPal-Gebühr (iZettle E-Commerce-Test hier)29 €/ Monat
LightspeedGut für Analysen, Verkäufe in Ladengeschäften und für Kunden, denen ein einheitliches Verkaufserlebnis ermöglicht werden sollKassensystem-Kosten + 49 € – 189 €/ Monat

* Preise exkl. MwSt.

Kassensystem-
Onlineshop-
Kombination
Produktinformationen
iZettle

29 €/ Monat*


Einfache Einrichtung, benutzerfreundlich, bietet Ihnen eine Vielzahl von Funktionen, ohne Sie zu überfordern, niedrige PayPal-Gebühr (iZettle E-Commerce-Test hier)
Lightspeed

Kassensystem-Kosten + 49 € – 189 €/ Monat*


Gut für Analysen, Verkäufe in Ladengeschäften und für Kunden, denen ein einheitliches Verkaufserlebnis ermöglicht werden soll

* monatliche Gebühren, Preise exkl. MwSt.

Designer, Hersteller und Künstler sollten einen Blick auf Squarespace werfen, da dieser Anbieter über ausgezeichnete Vorlagen verfügt, die Produkte visuell hervorheben. Oder Sie nutzen die Verkaufsplattform Etsy, wenn Ihnen ein Profil auf einem Online-Marktplatz ausreicht.

Wenn Sie bereits eine Website haben und einen Shopping-Bereich hinzufügen möchten

Möglicherweise haben Sie bereits eine Website ohne Einkaufsmöglichkeiten für Ihre Kunden. Anstatt eine neue Website von Grund auf neu zu erstellen, können Sie auch auf Alternativen zugreifen. Bestimmte E-Commerce-Anbieter bieten Ihnen die Möglichkeit an, einen Shop-Bereich oder Kaufen-Buttons zu einer bestehenden Website hinzuzufügen, so dass diese zu einem Onlineshop wird. Hier sind ein paar einfache Lösungen:

3. Eine Domain registrieren

Eine Domain ist die Internetadresse (URL) Ihrer Website. Viele E-Commerce-Plattformen mit Baukastensystem bieten eine kostenlose URL an, die aber oft den Namen der E-Commerce-Marke enthält. Dadurch wirkt die eigene Website nicht sehr professionell und nicht unabhängig.

Das Format einer solchen kostenlosen Domain könnte in etwa wie folgt aussehen: benutzername.ecommerceanbieter.com/ihronlineshop. Die Registrierung einer eigenen Domain gibt Ihnen die Freiheit einen Namen in dem einfachen Format www.ihronlineshop.com zu wählen, sofern der von Ihnen gewünschte Name noch nicht vergeben ist.

Um wie ein seriöses Unternehmen auszusehen, empfehlen wir dringend, eine Domain zu registrieren, die zu Ihrem Firmennamen oder der Marke Ihres Produktes passt

Um wie ein seriöses Unternehmen auszusehen, empfehlen wir dringend, eine Domain zu registrieren, die zu Ihrem Firmennamen oder der Marke Ihres Produktes passt, wenn Sie nur ein Produkt verkaufen. URLs mit der Endung .com sind für Unternehmenswebsites sehr beliebt, aber es gibt viele Endungen, aus denen man wählen kann. Auf Deutschland ausgerichtete Webseiten verwenden häufig die Domainendung .de. Am besten ist es, Ihren Firmen- oder Ihren Markennamen als URL zu verwenden. Variationen Ihres Wunschnamens können erforderlich werden, wenn die gewünschte Domain bereits vergeben ist.

Die meisten einfachen Website-Baukästen ermöglichen es Ihnen, eine Domain über Ihr Benutzerkonto zu registrieren. Anschließend kann die registrierte Domain in der Regel auf benutzerfreundliche Weise mit dem Onlineshop verlinkt werden. Wenn Sie bereits eine Domain besitzen, sollten Sie diese ebenfalls mit Hilfe des Homepage-Baukastens verlinken können, indem Sie den Anweisungen der jeweiligen E-Commerce-Plattform folgen.

4. Zahlungsabwicklung einrichten

Viele E-Commerce-Plattformen enthalten ein integriertes Bezahlsystem mit festen Transaktionsraten. Dies ist bei weitem die einfachste Option für diejenigen, die sofort mit dem Verkaufen beginnen wollen, da Sie nur Ihre Bank- und Geschäftsdaten über ein einfaches Online-Formular mitteilen müssen.

Zahlung im Online-Shop.

In der Regel haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Zahlungsmethoden wie PayPal oder Amazon Pay festzulegen. Die Anzahl der Zahlungsmethoden hängt in der Regel ganz davon ab, was die E-Commerce-Plattform, also der Anbieter vom Website-Baukasten, zur Verfügung stellt. In einigen Fällen kann es aber auch darauf ankommen, ob Sie in der Lage sind, manuell eine weitere Bezahlschnittstelle zu installieren (erfordert technisches Know-how).

Wie auch immer Ihre Wahl ausfällt, Händler in Deutschland sollten ihren Kunden in irgendeiner Form die Zahlung durch Überweisung (Vorkasse) und mit den Kreditkarten Visa und Mastercard ermöglichen, und es ist vorteilhaft, weitere Zahlungsmethoden wie Zahlung per Lastschrift anzubieten. Händler, die auch Kauf auf Rechnung erlauben, können womöglich Verkäufe generieren, die sonst nicht zustandegekommen wären.

5. Legen Sie die Lieferoptionen fest

Die Festlegung von Lieferoptionen ist entscheidend für die Planung, wie Sie die gekauften Produkte oder Dienstleistungen bereitstellen werden. Bei physischen Produkten gibt es in der Regel folgende Optionen:

  • Versand: Im Voraus festgelegte Versandkosten oder flexible Berechnungen auf der Grundlage von Versandadresse, Versandart und Produktgröße (Erkundigen Sie sich, welche Angaben rechtlich erforderlich sind. Es gilt übrigens für alle Angaben und für den Betrieb des Onlineshops im Allgemeinen, dass man diesbezüglich Rechtsrat einholen sollte, um unter anderem teuren Abmahnungen zu entgehen.)

  • Abholung (auch „Click and Collect“ genannt): Der Kunde bestellt und bezahlt online. Die Bestellung holt er dann zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort ab.

  • Lieferdienst (insbesondere Lebensmittel): Das Produkt wird sehr bald nach der Bestellung per Kurierdienst geliefert.

Wenn Sie Dienstleistungen anbieten, benötigen Sie wahrscheinlich ein Buchungssystem auf der Website anstelle von Liefer- und Abholoptionen. Webinare, Video-Inhalte oder etwa Beratungen benötigen möglicherweise einen anderen Checkout-Prozess, also ein anderes Bezahlverfahren. Hier könnte Ihnen zum Beispiel Eventbrite helfen. Es gibt aber auch einige E-Commerce-Anbieter, die integrierte Tools für die genannte Art von Geschäftstätigkeiten bereitstellen.

6. Erstellen Sie die wichtigsten Webseiten zuerst

Die meisten Onlineshop-Baukästen ermutigen Sie, ein Thema, also das Design der Website, auszuwählen, bevor Sie einzelne Seiten erstellen. Diese Themen können im Vertrag enthalten sein oder eine einmalige Lizenzgebühr erfordern.

Wenn es um die Frage geht, ob man eine kostenlose oder eine kostenpflichtige Vorlage wählt, könnte ein Entscheidungskriterium sein, dass die kostenpflichtigen Optionen in der Regel fortgeschrittener und ausgefeilter sind. Für einen einfachen Onlineshop benötigen Sie jedoch selten ein kostenpflichtiges Thema. Sie sollten aber prüfen, ob Sie das Thema später ändern können, ohne die Seiten von Grund auf neu aufbauen zu müssen (überraschenderweise ist das bei einigen Onlineshop-Anbietern der Fall).

Onlineshop erstellen

Konzentrieren Sie sich zunächst auf das Erstellen der wichtigsten Seiten des Onlineshops, und entfernen Sie (vorerst) alle unnötigen Seiten.

Ihre Vorlage sollte auf den Stil Ihrer Marke abgestimmt sein, ebenso wie das Layout des Seiten-Themas auf die von Ihnen verkauften Produkte beziehungsweise Dienstleistungen abgestimmt sein sollte.

Wenn Sie beispielsweise nur zehn Produkte verkaufen, die wunderschön fotografiert sind, wäre es gut, ein minimalistisches Thema zu wählen, das die Anzeige großer Fotos ermöglicht. Wenn Sie Dienstleistungen verkaufen, ist es vielleicht am besten, die Dienstleistungen ohne Fotos zu beschreiben, ähnlich wie man es von der Preisliste eines Friseurs her kennt.

Sobald ein Thema ausgewählt ist, können Sie das Layout der Seiten bearbeiten. Im Folgenden finden Sie die Grundstruktur der meisten E-Commerce-Websites:

  • Header (Kopf) und das Top-Links-Menü (oberes Menü)

  • Startseite (Homepage)

  • „Über uns“- Seite

  • Shop-Bereich

  • Kontakt-Seite

  • Fußzeile (beispielsweise mit Links zu folgenden Seiten: Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung mit Widerrufsformular, Datenschutzerklärung, Zahlungs- und Versandinformationen)

Sie können später immer noch einen Blog oder andere Inhalte auf Ihrer Website hinzufügen, aber die oben genannte Struktur sollte erst einmal ausreichend sein, um Ihre Website zum Laufen zu bringen; allerdings können bestimmte rechtliche Anforderungen noch weitere Dinge erforderlich machen, wie etwa die Einrichtung eines Cookie-Consent-Tools. Wenn in der Standardvorlage unnötige Seiten enthalten sind, können Sie diese löschen (und später wieder hinzufügen, wenn sie sich als nützlich erweisen).

Vor der Veröffentlichung der Website sollten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Unternehmens sowie unter anderem Informationen zum Widerruf, der Rückgabe und zum Versand hinzufügen. Es ist wichtig, diese und eventuell weitere Angaben auf der Website bekannt zu geben. Was Sie genau vor der Aktivierung des Onlineshops beachten müssen, sollten Sie unbedingt mit einem Anwalt besprechen oder sich anlesen und eventuell die nötigen Rechtstexte mit einem Updateservice buchen.

Bei einigen Themen erhalten Sie bereits ein „Platzhalter“-Layout, das Sie bearbeiten können und bei dem Sie Abschnitte hinzufügen können. Wenn Sie es also eilig haben, verwenden Sie das Standardlayout des Themas. Erstellen Sie damit einfach die oben genannten Kernseiten und wichtigsten Bereiche, die Sie dann mit den passenden Texten und Bildern befüllen, bis Sie eine vollständige Website haben. Der Besucher muss auf jeden Fall wissen, worum es auf Ihrer Website geht.

7. Produkte und Bilder hinzufügen

Nachdem Sie die Kernseiten der Website eingerichtet haben, sollte auch ein Shopping-Bereich existieren, in dem sich zumindest eine Produktseite findet. E-Commerce-Baukästen haben oft einen separaten Bereich im Backend, über den Sie auf Ihren Onlineshop zugreifen können. In diesem Bereich können Sie Ihre Produkte verwalten, also neue Artikel hinzufügen, diese bearbeiten oder etwa löschen. Dort sollten Sie auch die Möglichkeit haben, die folgenden Produktinformationen hinzuzufügen:

  • Fotos
  • Produktbeschreibung
  • Kategorie
  • Varianten (zum Beispiel andere Farben und Größen)
  • Preis
  • Lagerbestand

Dies ist derjenige Teil, mit dem Sie sich eine lange Zeit beschäftigen können. Es hängt von Ihnen ab, wie detailliert Sie die einzelnen Angebote Ihrer Produkte gestalten. Wenn Sie nur eine einfache Präsentation wünschen, beginnen Sie mit den Grundlagen wie Produktname, Varianten, Preis und Lagerbestand. Auch das Hinzufügen von mindestens einem Satz zur Beschreibung des Artikels kann hilfreich sein, wenn das für das Angebot relevant ist (ein Titel kann aber auch ausreichen).

Onlineshop-Produkte fotografieren

Es ist leicht, sich beim Anlegen von neuen Produkten zu verlieren; zunächst sollte man mit einfachen Fotos und Beschreibungen beginnen und diese erst später perfektionieren.

Fotos können die Verkaufschancen bei einem Artikel verbessern, da Besucher sich vielleicht entscheiden, etwas nicht zu kaufen, weil sie das Produkt nicht visuell überprüfen können. Bei einigen Website-Entwicklern ist es möglich, Fotos direkt von Ihrem Smartphone hochzuladen, was völlig ausreicht. Wenn Sie jedoch Zeit haben, lohnt es sich, Ihre Produkte in einem gut beleuchteten Bereich zu fotografieren, gegebenenfalls aus verschiedenen Winkeln.

Mit einem gebogenen Fotokarton (je nach Produktgröße reicht eine Kartongröße von 70 x 100 cm) – in Weiß oder in Schwarz zum Beispiel – auf den man das Produkt stellt und der zugleich als Hintergrund fungiert, kann man sehr professionell aussehende Produktfotos selber machen – allein mit Hilfe von Tageslicht, also ohne extra Beleuchtungsausrüstung.

8. Veröffentlichen und testen Sie den Onlineshop

Die Veröffentlichung der Website ist der schnellste Schritt: Sie klicken einfach auf die Schaltfläche „Veröffentlichen“. Länger dauert es hingegen, zu überprüfen, wie der Onlineshop auf dem Bildschirm von mobilen Geräten aussieht. Die meisten Leute werden wahrscheinlich mobil auf Ihrer Website surfen, und Bestellungen werden demnach auch eher von einem mobilen Gerät aus erfolgen.

Die meisten Onlineshop-Baukastensysteme und Website-Themen reagieren heute auf einen kleinen Bildschirm. Das Layout und der Inhalt passen sich also automatisch an die Bildschirmgröße an. Man nennt das auch Responsive Design. Auf Deutsch wird auch der Begriff responsives Webdesign verwendet. Durch diese Anpassungsmethode wird sichergestellt, dass der Inhalt und die Seiten insbesondere auch auf Smartphones und Tablets lesbar bleiben und gut genug aussehen, um die Besucher nicht abzuschrecken.

Onlineshops sollten auf jeden Fall über ein responsives Design verfügen (sich also an kleinere Bildschirme anpassen können), da viele Menschen gewohnt sind, über das Smartphone einzukaufen.

Außerdem sollten Sie versuchen, einen Probekauf in Ihrem Onlineshop zu tätigen, um zu überprüfen, ob das Bezahlen funktioniert, oder ob andere Hindernisse im Bestellprozess bestehen, die Besucher veranlassen könnten, den Kauf abzubrechen, also Ihre Website zu verlassen, bevor die Zahlung abgeschlossen ist. Wenn möglich, bitten Sie andere Personen um ein Feedback, bevor Sie beginnen, Ihren Onlineshop in der breiten Öffentlichkeit zu bewerben.

9. Bewerben Sie Ihren Onlineshop

Jetzt, nach dem Eröffnen Ihres Onlineshops, ist es an der Zeit, alle wissen zu lassen, dass man bei Ihnen über das Internet bestellen kann. Wenn Sie bereits Social-Media-Profile für Ihr Unternehmen angelegt haben, besteht der erste Schritt darin, insbesondere Ihren Stammkunden, die Ihnen bereits folgen, die Onlineshop-Eröffnung über die jeweiligen sozialen Netzwerke bekannt zu geben.

Überlegen Sie sich in einem zweiten Schritt, woher Sie neue Kunden bekommen könnten, und suchen Sie die bei diesen Menschen beliebten Social-Media-Plattformen. Erstellen Sie dort ein Social-Media-Profil, und verlinken Sie von diesen Profilen zu Ihrem Onlineshop.

Gleichzeitig sollten Sie in Ihrem Webshop Schaltflächen hinzufügen, die mit den sozialen Netzwerken verlinkt sind, in denen Sie ein Profil angelegt haben. Dafür sollte es in Ihrem Website-Baukasten eine passende Funktion geben. Auf diese Weise können Sie auch neue Follower über Ihre Website generieren, insbesondere unter Ihren Neukunden.

Dies sind einige der besten sozialen Netzwerke, um ein Profil Ihres Unternehmens beziehungsweise Ihres Onlineshops zu erstellen:

  • Facebook-Unternehmensseite: Ort, an dem Interessenten Geschäftsinformationen erhalten können und prüfen können, ob es sich bei Ihrem Onlineshop um ein seriöses Geschäft handelt; kann auch für den Kundensupport genutzt werden (Chat-Betreuung über den Messenger möglich).

  • Facebook-Gruppe: Am besten für Dienstleistungen geeignet, die einen privateren Raum benötigen, um mit Kunden in Kontakt zu treten.

  • Instagram: Dieses soziale Netzwerk ist beliebt bei jungen Verbrauchern; ideal zur Präsentation von Fotos und Videos.

  • Pinterest: Gut geeignet zur Präsentation von Kunst, kreativen Schöpfungen und Gegenständen, von denen sich Menschen gerne inspirieren lassen, zum Beispiel von Schmuck, innenarchitektonischen Kompositionen und Lebensmitteln.

  • Twitter-Profil: Gut geeignet für die meisten Geschäftsbereiche; am beliebtesten bei Menschen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren; kann für die Kundenbetreuung genutzt werden.

Es braucht Zeit, einen Kundenstamm aufzubauen. Deshalb ist es am besten, wenn Sie Ihre Website mit Leuten teilen, die bereits bei Ihnen kaufen. Bis auch die sogenannte Mund-zu-Mund-Propaganda zur Gewinnung von neuen Kunden Wirkung zeigt, kann einige Zeit vergehen. Wenn Sie sich also darauf konzentrieren, Ihr Liefer-, Bestell- und Buchungssystem sowie die Präsentation Ihrer Produkte zu verbessern, können Sie indirekt neue Kunden gewinnen, wenn bestehende Kunden damit beginnen, Sie zu empfehlen.

Langfristig gesehen lohnt es sich, mehr in die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu investieren. Die meisten Website-Baukastensysteme geben zumindest grundlegende SEO-Einstellungen vor, so dass Sie zum Beispiel die in den Google-Suchergebnissen angezeigten Seitenbeschreibungen (Text-Snippets) bearbeiten können. Auch ist es teilweise möglich, Tags (Schlagworte) auf Ihren Seiten hinzuzufügen, um Nutzern die Suche nach bestimmten Produkten zu erleichtern.