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Verifone stellt hochwertige Kartenterminals her, verkauft oder vermietet werden sie aber über einen Netzbetreiber oder Provider.
Verifone ist ein weltweit tätiger Hersteller von EC-Cash-Terminals. Der Vertrieb der Kartenzahlungsgeräte erfolgt aber über Dritte. Auch die Zahlungsabwicklung erfolgt über Drittfirmen, also in der Regel den Provider oder Netzbetreiber, bei dem man das Verifone Terminal kauft oder mietet.
  • Vorteile: Gut durchdachte Kartenterminals. Können in vielen verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden.
  • Nachteile: Nicht die günstigsten EC-Terminals. Langfristige Verträge mit den Providern beziehungsweise Netzbetreibern.
  • Wählen wenn: Sie längerfristig ein qualitativ hochwertiges Kartenterminal eines traditionellen Herstellers nutzen möchten.

Was ist Verifone?

Verifone ist ein US-amerikanischer Hersteller von Kartenterminals, die weltweit bekannt sind. Das Unternehmen vertreibt seine EC-Terminals in Deutschland über Provider und Netzbetreiber. Verifone selbst vermietet und verkauft seine Kartenterminals nicht an die Händler und Dienstleister, bei denen die Geräte zum Einsatz kommen.

Auch die Zahlungsmodalitäten werden nicht von Verifone abgewickelt. Um die Zahlungsabwicklung der einzelnen Kartenzahlungs- oder Mobile Payment-Transaktionen kümmert sich in der Regel auch der Provider oder Netzbetreiber, über den man das jeweilige Gerät kauft oder mietet.

Kartenterminals von Verifone

Die Kartenterminal-Modelle von Verifone haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Angesichts der fortwährenden Qualität der Hardware kann es sein, dass Sie in Geschäften – oder sogar auf Websites bestimmter Drittanbieter – immer noch alte Verifone EC-Terminals sehen. Verifone selbst präsentiert aber insbesondere die unten dargestellten stationären und mobilen Kartenterminals auf seiner Website.

Alle hier aufgeführten Modelle akzeptieren Karten mit EMV-Chip und NFC-Chip. Letzterer dient dem kontaktlosen Bezahlen. Bis auf die Geräte Verifone V400m und V400c wird von Verifone auch angegeben, dass die Terminals für Mobile Payment ausgelegt sind, also das Zahlen aus einer mobilen Wallet heraus über ein Smartphone oder eine Smart Watch.

Verifone H5000

  • Stationäres Kartenterminal; in der Version ohne Drucker zur Kassenanbindung gedacht

  • Farb-Touchscreen

  • Verbindungen: Bluetooth, Ethernet, WLAN, 3G, 2G, GPRS, Edge, Einwahl (dial-up), ISDN, Modem analog, seriell, RS-232, USB

  • Linux-Betriebssystem

  • Optional mit integriertem Bondrucker als Stand-Alone-Gerät

Verifone H5000

Das H5000 ist nach Aussage von Verifone das meistgenutzte Terminal in Deutschland. Foto: Verifone

Verifone P400

  • Stationäres Kartenterminal, das in ein Kassensystem integriert ist

  • Touchscreen mit Audio- und umfangreichen Multimedia-Funktionen

  • Verbindungen: Bluetooth, Ethernet, RS-232, USB, WLAN

  • Kann zusammen mit Apps verwendet werden, etwa zur Kundenbindung

  • Leistungsstark, benutzerfreundlich

  • Linux-Betriebssystem

  • Kein eingebauter Belegdrucker

Auf dem P400 läuft das V/OS-System (Linux-basiert). Foto: Verifone

Verifone V200c

  • Stand-Alone-Gerät; stationäres Kartenterminal, das im Vergleich zu anderen Terminals erschwinglicher ist

  • Farbdisplay (kein Touchscreen) mit umfangreichen Multimedia-Funktionen

  • Verbindungen: Bluetooth, Ethernet, Einwahl (dial-up), RS-232, USB, WLAN

  • Kann mit Apps für zusätzliche Funktionen genutzt werden, etwa zur Kundenbindung

  • Integrierter Quittungsdrucker

  • Auf V/OS-System (Linux-basiert) aufgebaut

Verifone V200c Terminal

Im V200c ist ein Bondrucker eingebaut. Foto: Verifone

Verifone V400c

  • Stationäres Kartenterminal

  • Kassenschnittstellen: O.P.I., ZVT, Verifone-Protokoll

  • Farb-Touchscreen

  • Verbindungen: Bluetooth, Ethernet, USB, WLAN

  • Integrierter Belegdrucker

Das V400c verfügt über viele Kassenschnittstellen zur Anbindung an Kassensysteme. Foto: Verifone

Verifone V400m

  • Mobiles Kartenterminal

  • Farb-Touchscreen

  • Verbindungen: 4G (LTE), USB (mittels Basisstation), WLAN

  • Linux-Betriebssystem

  • Integrierter Belegdrucker

Laut Verifone das kleinste komplette mobile Kartenterminal der Welt. Foto: Verifone

Verifone M400

  • Stationäres Kartenterminal

  • Großer Farb-Touchscreen

  • Verbindungen: Ethernet, seriell, USB, WLAN, iBeacon (optional), Eddystone (optional)

  • Linux-Betriebssystem

  • Kein eingebauter Belegdrucker

Das M400 ist ein Multimedia-Terminal mit Kassenschnittstelle. Foto: Verifone

Verifone Carbon 10

  • Kasse und Kartenterminal

  • Kundendisplay und zusätzlich separates Händler-Display (Tablet); beide mit Touch-Funktion

  • Verbindungen: Bluetooth, RJ-12 (Geldschublade), RJ-45 Ethernet, WLAN

  • Inklusive Drucker-Basisstation

Verifone Carbon 10

Das Verifone Carbon 10 verfügt über ein Händler- und ein Kundendisplay. Foto: Verifone

Verifone bietet auch Automatenmodule an, die in Fahrkarten- und Verkaufsautomaten – etwa auf Bahnhöfen – zum Einsatz kommen können. Die Kartenterminals für Self-Service-Zahlungen können unbeaufsichtigt von den Kunden bedient werden.

Einige der alten Modelle von Verifone, die noch von bestimmten Providern oder Netzbetreibern angeboten werden, sind unter anderem das Verifone VX 520 und Verifone VX 820 DUET. Wir gehen davon aus, dass die Angebote dieser Geräte allmählich auslaufen werden, da der Hersteller Verifone sie auf seiner Website nicht aktiv bewirbt.

Terminal-Provider

Verifone Kartenterminals werden zwar nicht direkt von Verifone an Händler und Dienstleister vertrieben. Es ist aber trotzdem relativ einfach, ein Verifone Terminal zu kaufen oder zu mieten, und zwar bei einem Drittanbieter, einem sogenannten Provider oder Netzbetreiber. Hier finden Sie eine Liste dieser Anbieter, die Verifone Kartenterminals zur Miete (oder in einigen Fällen zum Kauf) anbieten:

  • BS PAYONE GmbH

  • VR Payment GmbH

  • Elavon Financial Services DAC

  • Concardis GmbH

  • Ingenico Payment Services GmbH

  • InterCard AG

  • PaySquare SE

  • First Data GmbH

  • transact elektronische Zahlungssysteme GmbH

  • SIX Payment Services (Europe) S. A.

Kosten und Preise

Die Preise für die Miete oder den Kauf eines Verifone Terminals variieren je nach den Providern beziehungsweise Netzbetreibern, die die Verifone-Geräte an die Händler oder Dienstleister vertreibt. Auch die Kosten für die Transaktionen und etwaige weitere Gebühren unterscheiden sich je nach den Providern beziehungsweise Netzbetreibern, die sich in der Regel auch um die Zahlungsabwicklung kümmern.

Teilweise sind die Terminals bei sogenannten Komplettlösungen inklusive, wie etwa bei VR pay Kompakt, einem Angebot der Volksbanken Raiffeisenbanken für Einzelhändler, um Kartenzahlungen annehmen zu können.

Bei dem Finanzdienstleister Concardis tragen die Terminals nicht den Herstellernamen, sondern den Namen von Concardis, behalten aber die Modellnummernbezeichnung. Das Verifone V200c heißt dort also Concardis V200c, das Verifone V400m heißt dort Concardis V400m.

Foto: Verifone

Verifone Carbon-Terminal
Verifone Carbon-Kartenterminal

Das mobile Kartenterminal Concardis V400m kostet zum Beispiel zur Miete 24,95 € monatlich. Ferner wird eine einmalige Einrichtungspauschale in Höhe von 99,95 € erhoben. Das Disagio beträgt 1,49 %. Dabei handelt es sich um die Transaktionsgebühr, die anhand des jeweiligen Karten- beziehungsweise Mobile Payment-Umsatzes erhoben wird. Zusätzlich kommt noch eine fixe Transaktionsgebühr in Höhe von 0,05 € pro Transaktion hinzu.

Beim stationären Concardis V200c sind die Konditionen bis auf die monatliche Miete, die dort 19,95 € beträgt, gleich. Bei beiden Angeboten gibt es keine Mindestvertragslaufzeit.

Neben den in der obigen Liste genannten Providern und Netzbetreibern gibt es auch noch unabhängige Verkaufsorganisationen, die Verifone Kartenterminals anbieten; teilweise auch zum Kauf. Das Verifone H5000 wird zum Beispiel für circa 500 € zum Kaufen angeboten.

Fazit

Es gibt für fast jede Art von Präsenzgeschäften ein spezielles Verifone Terminal, aber auch für unbeaufsichtigte Automaten stellt Verifone entsprechende Kartenterminal-Module her.

Die Kartenzahlungsgeräte von Verifone sind gut konstruiert und mit fortschrittlicher Technologie ausgestattet. Aus diesem Grund ist Verifone eine gute Wahl für alle Händler und Dienstleister, die ein modernes EC-Cash-Terminal suchen, dem die Kunden sofort vertrauen.

Was den Preis anbelangt, so ist es jedoch fast unmöglich, ein Verifone Kartenterminal ohne vertragliche Verpflichtung zu betreiben. Teilweise werden die Terminals nur zur Langzeitmiete angeboten. Die Gebührenstruktur der Terminal-Anbieter ist mitunter unübersichtlich. Vor allem versteckte Gebühren können für ein Kleinstunternehmen mit einem begrenzten Budget problematisch werden.

Bei einem stetigen Umsatz kann auch ein Kleinunternehmen unter Umständen niedrige Transaktionsraten für inländische Kredit- und Debitkarten aushandeln. Mittlere und größere Unternehmen würden aber wahrscheinlich am meisten von der Nutzung eines Verifone Terminals profitieren, da die Höhe des Umsatzes eine gute Verhandlungsposition ist, um niedrige Transaktionsgebühren auszuhandeln.

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