Im Internet gibt es verschiedene Definitionen in Bezug auf den Begriff „Zahlungslink“.

Im engeren Sinne ist ein Zahlungslink jeder Link, der per SMS oder E-Mail versendet oder in einem sozialen Netzwerk geteilt werden kann, und auf den der Empfänger klicken kann, um einen bestimmten Geldbetrag online an eine bestimmte Person zu zahlen. Ein Zahlungslink ist aber nicht mit einer Rechnung zu verwechseln.

Es gibt noch andere Bezeichnungen, die je nach Zahlungsanbieter mehr oder weniger synonym für den Begriff Zahlungslink verwendet werden:

  • Payment link
  • Bezahllink
  • Pay by link
  • Mobiles Bezahlen

Das Problem ist, dass jeder dieser Begriffe abhängig vom jeweiligen Zahlungsdienstleister etwas anderes bedeuten kann. Lassen Sie uns einige Beispiele anführen, die die verschiedenen Arten von Zahlungslinks aufzeigen.

Arten von Zahlungslinks

Ein Zahlungslink kann genutzt werden, um den Empfänger zu den folgenden Online-Transaktionen zu veranlassen:

  • Einmaliger Link, der über SMS, E-Mail, WhatsApp, Facebook oder auf anderen Wegen gesendet wird, um dem Empfänger die Eingabe von Zahlungsdetails in einem Browser zu ermöglichen. Die Gültigkeit des Links kann zeitlich begrenzt werden. Der Zahlungslink kann aber auch so eingerichtet werden, dass er unbegrenzt gültig ist; bis die Zahlung getätigt wird.

  • Ein unveränderlicher Link mit offenem Betrag, der für mehrere Zahlungen oder Empfänger verwendet werden kann. Der Kunde gibt den zu zahlenden Betrag auf der Seite ein, die durch das Anklicken des Links aufgerufen wird. Dann gibt der Kunde seine Kartendaten ein oder muss sich stattdessen beim Anbieter des Zahlungslinks einloggen, um die Zahlung abzuschließen.

Was die beiden Zahlungslink-Arten gemeinsam haben, ist Folgendes: Wenn die Kunden auf den Link klicken, gelangen diese zu einer Zahlungsseite, auf der sie ihre Kartendaten eingeben oder über die sie sich in ihr Konto bei einem Zahlungsdienstleister (zum Beispiel bei PayPal) einloggen. Anschließend schicken sie die Zahlung ab, die über das Internet abgewickelt wird.

Der Händler erhält in der Regel eine Bestätigung der Transaktion, oder er kann sie im Händlerportal des Zahlungsdienstleisters einsehen.

Foto: SumUp

„Zahlungslink teilen“ als Option beim Mobilen Bezahlen von SumUp

Wofür Zahlungslinks nützlich sind

Wenn Sie keinen Onlineshop sowie kein Kartenterminal haben und auch auf keine andere Zahlungsmethode zugreifen können, ist ein Link für Zahlungen eine einfache Lösung, um von einem Kunden bezahlt zu werden.

Zahlungslinks eignen sich aber auch, um andere Zahlungsmethoden zu ergänzen. Sie können zum Beispiel einem Kunden, der Waren bestellt, einen Zahlungslink senden, damit dieser die Ware vor der Abholung bezahlt. Auch für die Option der Lieferung kann man den Kunden als Zahlungsmethode einen Zahlungslink anbieten. Das kann insbesondere für diejenigen Kunden interessant sein, die sich auf diese Weise den Weg zur Bankfiliale sparen, wo sie normalerweise eine Überweisung im Rahmen der Vorkasse-Zahlung tätigen würden.

Auch die alternative Bezahlung per Nachnahme beim Entgegennehmen der Ware kann mit dem Versenden eines Zahlungslinks vermieden werden, und damit der Kontakt zu Bargeld verhindert werden.

Ein Nachteil des Zahlungslinks könnte sein, dass Ihr Kunde die Kartendaten manuell eingeben muss. Das kontaktlose Bezahlen am Kartenterminal ist wesentlich bequemer. Auch der abgekürzte Zahlungsprozess auf Webseiten, auf denen die Zahlungsdaten des Kunden bereits hinterlegt sind, wie zum Beispiel im Rahmen der 1-Click-Bestellung bei Amazon, ist wesentlich komfortabler als die Bezahlung mit Hilfe eines Zahlungslinks.

Foto: PayPal

PayPal.Me-Beispiel

PayPal.Me-Zahlungslink

Im Bereich der Zahlungslinks gibt es aber auch Erleichterungen. Kunden, die einen PayPal Me-Zahlungslink erhalten, können über diesen ganz einfach mit Hilfe ihrer PayPal-Zugangsdaten bezahlen. Allerdings müssen die Kunden über ein PayPal-Konto verfügen, das sie zur Zahlung nutzen können.

Wenn Sie Dienstleistungen anbieten oder Waren verkaufen, kann eine E-Mail-Rechnung der einzig vertretbare Weg sein, Zahlungen von Kunden zu erhalten. Das liegt daran, dass Sie in einer solchen Rechnung ein Fälligkeitsdatum für die Zahlung festlegen, detaillierte Produkt- oder Dienstleistungsbeschreibungen hinzufügen, die Mehrwertsteuer ausweisen und Details zum Empfänger hinzufügen können; also Informationen angeben können, die über einen einfachen Zahlungslink nicht verfügbar sind.

Das Gute an Zahlungslinks ist, dass der Händler keine Details zum Empfänger oder andere Informationen angeben muss. Sie erstellen einfach den Link und legen einen bestimmten Betrag fest. Der Empfänger kann die Zahlung dann ganz bequem durchführen, wobei er sich dazu theoretisch Zeit lassen kann, sofern der Zahlungslink nicht befristet ist, also dessen Gültigkeit von dem Link-Ersteller nicht zeitlich begrenzt wurde.

Ein Zahlungslink im Bereich E-Commerce besteht in den meisten Fällen aus einem Stück Code, den Sie auf einer Website einbetten können, um auf diese Weise einen „Zahlungsbutton“ zu kreieren. Dies ist eine einfache Alternative zu einem kompletten Onlineshop. Sie müssen also keine Website von Grund auf neu erstellen. Wenn der Kunde auf den Zahlungslink klickt, der sich auf Ihrer existierenden Website befindet, gelangt er auf die Checkout-Seite des Zahlungsdienstleisters, auf der die Kartendaten eingegeben werden können.